Die Zahl der Schulabbrecher ist deutlich zurückgegangen

Trotz des starken Rückgangs hat Niederösterreich mit 1.056 Anträgen die meisten Schulabsagen im ganzen Land. Nach Angaben des Bildungsministeriums wurden österreichweit 4.601 Kinder am Ende des letzten Schultages vorübergehend von der Schule genommen. Diese Zahl wird wahrscheinlich noch weiter sinken, da diese Anzeigen zurückgezogen oder verboten werden können. 2021/22 gab es in Österreich noch rund 7.500 Stornierungen.

In Österreich gibt es keine Schulpflicht, sondern nur die Schulpflicht. Daher können Kinder auch den Unterricht zu Hause oder in einer Privatschule ohne öffentliches Recht besuchen (sie selbst haben kein Zeugniszeugnis, Anm.). Dies sollte jedoch dem zuständigen Bildungsamt gemeldet werden.

Die Schulbehörden wiederum können die Anwendung untersagen, „wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass der Unterricht nicht gleichwertig ist“. Schüler, die einen Deutschförderunterricht besuchen müssen, dürfen ebenfalls nicht am Unterricht zu Hause teilnehmen.

Die Regeln für den Schulabgang wurden verschärft

Im Vorjahr waren vor allem wegen der Corona-Verordnungen zunächst 7.500 Kinder von der Schule genommen worden, dreimal mehr als in normalen Jahren. Ein Drittel davon kehrte während des Schuljahres zurück. Der Rest musste am Ende des Schuljahres eine externe Prüfung absolvieren, um die entsprechende Schulstufe erfolgreich abzuschließen – diese waren in diesem Jahr schnell viel schlimmer als in den Vorjahren, viele kamen gar nicht erst und blieben hängen.

Aufgrund der gestiegenen Anzahl an Absagen wurden die Regeln in diesem Jahr verschärft. Abmeldungen für das nächste Schuljahr müssen seitdem zu Beginn der Sommerferien mitgeteilt werden, bisher war dies zum Ende der Ferien möglich. Darüber hinaus wurden externe Schülerprüfungen in diesem Jahr in separaten Gremien zusammengefasst, um Prüfungstourismus an Schulen zu vermeiden, die als „einfach“ bekannt sind. Auch Eltern wurden zum Semesterwechsel zu „Reflexionsgesprächen“ eingeladen.

„Wir haben eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Qualität der Bildung zu Hause sicherzustellen“, sagt Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) in einer Aussendung. „Es ist sehr erfreulich, dass sich viele Eltern dazu entschließen, ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken und sie nicht zu Hause zu unterrichten. Ich bin davon überzeugt, dass das Lernen in einer Klassengemeinschaft mit ausgebildeten Lehrern ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Bildungskarriere ist.”

Die Zahlen dürften noch weiter gehen

Die Rückgänge sind nicht nur in Niederösterreich, sondern auch in den anderen Bundesländern zu verzeichnen. Zu den 1.056 Schulabsagen in Niederösterreich kommen 838 in der Steiermark, 822 in Oberösterreich, 497 in Wien, 438 in Tirol, 339 in Kärnten, 283 in Salzburg, 209 in Vorarlberg und 119 im Burgenland.

Diese Zahlen werden weiter sinken. Schulbehörden verbieten beispielsweise die Einschreibung, wenn Kinder bereits im Vorjahr abgemeldet waren und externe Prüfungen nicht erfolgreich bestanden haben. Dann muss das Schuljahr an der Regelschule wiederholt werden. Außerdem können Sie jederzeit an eine öffentliche Berechtigungsschule zurückkehren.

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