Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen: Schätzungen zufolge leiden zwischen 25 und 35 Prozent der Frauen unter Regelschmerzen. Sie müssen noch arbeiten. Das wollen die Zürcher Grünen ändern oder es zumindest mit einem Pilotprojekt versuchen.
Den Pilotversuch wissenschaftlich auswerten
In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung wird der Stadtrat von Zürich aufgefordert, einen Pilotversuch auf Menstruationsverlust in einer Dienstleistungsabteilung durchzuführen. Dieses Experiment sollte wissenschaftlich evaluiert werden.
Beschäftigte der Stadtverwaltung, die unter regelmäßigen und schwerwiegenden Beschwerden leiden, sollen für ein bis fünf Tage im Monat freigestellt werden, insbesondere bei voller Bezahlung. Diese Option sollte auch transsexuellen und nicht-binären Menschen offen stehen.
Der Zeitraum muss enttabuisiert werden
Die Grünen betonen, es sei wichtig, dass Arbeitnehmern im Berufsleben keine Nachteile entstehen. Heute ist es je nach Vorgesetztem schwierig, über die Situation zu sprechen und an den notwendigen Tagen von der Arbeit freizukommen.
Die Grünen erhoffen sich von den Menstruationsferien nicht nur Besserungen für die Betroffenen, sondern auch eine Enttabuisierung der Periode. Der Gemeinderat wird das Postulat in einer der nächsten Sitzungen erörtern.
Erst Mitte März unterstützte das Zürcher Stadtparlament einen Vorstoss für Gratis-Tampons für Schulen und öffentliche Toiletten. (SDA)