Diese Fälle von Cybermobbing haben die Schweiz erschüttert

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Diese Fälle von Cybermobbing haben die Schweiz erschüttert

Netflix beleuchtet den Fall des Erfinders von „Revenge Porn“ in einer Miniserie. Daher ist das Thema Cybermobbing wieder aktuell. Der Blick zeigt die Internet-Hacking-Fälle der letzten Jahre in der Schweiz.

Der US-Jäger Moore (36) erlangte vor zwölf Jahren Berühmtheit, weil er „Irgendjemand bereit?“ postete. auf seinem Internetportal. Zehntausende Nacktfotos seien gegen den Willen der Eigentümer veröffentlicht worden. Netflix beleuchtet den Fall nun in der Miniserie „The Most Hated Man on the Internet“.

Denn Moores Opfer wurden nicht nur online bloßgestellt, sondern tatsächlich gedemütigt und denunziert. Als einige ihrer Facebook-Profile und Telefonnummern hinzugefügt wurden, nahm das Cybermobbing eine andere Dimension an.

Leider ist Cybermobbing auch in der Schweiz ein Problem, wie die folgenden Fälle zeigen.

1. Céline wurde bis zum Selbstmord gemobbt

Céline (†13) von der Spreitbach AG hat sich 2017 aufgrund von Cybermobbing das Leben genommen. Der Kreisschüler war von einem 14-Jährigen bedrängt worden. Ich sollte ihr intime Fotos schicken. Ein Ex-Kollege teilte ein solches Bild in den sozialen Medien und machte sich darüber lustig. Hunderte von Jugendlichen hatten es gesehen. Céline wurde massiv bedroht und beleidigt und beging wenig später Selbstmord.

2. Der Vater bietet 2000 Franken für eine Mobbing-Beratung

Ein langjähriger Streit zwischen der damals 18-jährigen Milena* aus Niederuzwil SG und ihrer Klassenkameradin Samira F.* eskalierte 2017 derart, dass Milenas Vater, Claudio Raschle, eingreifen musste Denn sein Sohn erhielt Morddrohungen. Milenas Instagram-Account enthielt Kommentare wie „Ich werde alles tun, damit du stirbst“ und „Ich werde deine Familie zerstören“. Gepostet wurden die Hassbotschaften von einem eigens erstellten Profil, das mit der E-Mail-Adresse von Samiras jüngerer Schwester Melissa F.* registriert war. Es folgte ein Gerichtsverfahren. Doch der Prozess endete mit einem Freispruch. Der Grund: Wer dahintersteckt, ob Samira, Melissa oder die beiden Schwestern, könne “nicht zweifelsfrei” ermittelt werden. Claudio Raschle hatte deshalb 2000 Franken für eine Beratung zum Thema Cybermobbing geboten. Tochter Milena musste nach den Drohungen trotzdem die Schule verlassen.

3. Schüler schikanieren Lehrer online

2017 nutzten Schüler der Kantonsschule Kollegium Schwyz gefälschte Social-Media-Profile, um Lehrer zu diskreditieren. Die Teenager zwischen 15 und 16 Jahren haben Fotomontagen auf Instagram und Facebook gepostet. Auf einem Foto wurde ein Lehrer in ein Foto mit Anhängern des Ku-Klux-Klans verschmolzen. „Ich mit meinen Freunden an Halloween. Es war langweilig, alle trugen die gleichen Kostüme, und Süßigkeiten gab es auch nicht (…)», steht da geschrieben. Ein weiteres Bild zeigt ein echtes Foto eines Lehrers, der Gewichte hebt. Ergänzt wurde es um den Satz: “Die Ministudenten werden immer schlimmer, ich glaube, ich muss den Stoff “erbetteln”. Andere Studenten meldeten die Profile dann den Opfern. Autoren wurden benachrichtigt.

4. Wechseln Sie die Schule, um Mobbing zu vermeiden

Die damals zwölfjährige Selina wurde an ihrer Basler Schule sehr beschimpft. Auch über Whatsapp erhielt die Studentin beleidigende Nachrichten. Ein neues Mädchen in der Schule hatte die ganze Klasse gegen Selina aufgebracht. Der Schüler wurde gemieden. Ihre einzige Freundin entfernte sich aus Angst, ebenfalls im Mittelpunkt zu stehen. Der Psychoterror wurde immer schlimmer. Sie wurde wie eine Aussätzige behandelt. Auf einem Zettel, den er ihr zusteckte, stand: „Ich hoffe, Sie haben Krebs.“ Die Eltern erfuhren erst von dem Mobbing, als ihre Klassenkameraden das Mädchen schlugen. Aber Selinas einzige Chance, der Verfolgung zu entkommen, war ein Neuanfang. Das Mädchen musste die Schule wechseln.

5. Mädchenbande nach jahrelangem Mobbing in der Schule verurteilt

Eine 13-jährige Schülerin aus dem Kanton Zürich wird seit Jahren von einer siebenköpfigen Mädchenbande belästigt. „Fotos und Videos von ihr wurden über Snapchat geteilt, sie wurde bloßgestellt und gedemütigt“, sagte ihre Mutter Ende Juni gegenüber „20 Minutes“. Die Schulleitung war den Eltern gegenüber machtlos. Die Tochter hingegen entwickelte depressive Symptome und musste einen Kinderpsychologen aufsuchen. Die Schläger wurden immer dreister und bedrohten die 13-Jährige und ihre Mutter, übergossen sie mit Benzin und steckten sie in Brand. Die Polizei schaltete sich ein. Und dank der Aussage eines weiteren Kollegen konnten die Täter überführt werden. (Mann)

* Namen haben sich geändert

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