Es ist günstig, kompakt und weiß mit seinem Design zu gefallen: Sonos Ray unterstützt aber auch schwache Fernseher mit sattem Sound. . .
Sie haben einen großen Flachbildfernseher zu Hause, aber das Kinofeeling will wirklich nicht aufkommen. Kein Wunder, während der 4K-Bildschirm mit der Sonne um Blendung konkurriert, geht der Ton auf dem Weg zur Couch aus. Dies ist angesichts der Konstruktion keine Überraschung. Mit einer soliden Soundbar lässt sich das Problem meist schnell lösen. Die Suche nach dem richtigen Gerät hinterlässt jedoch oft mehr Fragen als Antworten. Preis, Design und auch Funktionalität sind von entscheidender Bedeutung. Der neue Sonos TV Speaker konnte ausgewählt werden. „Die Presse am Sonntag“ hat die Sonos Ray Soundbar getestet.
Erstens ist es nicht perfekt. Allerdings eignet sich die Soundbar für alle, die keine hohen Ansprüche an die Anschlüsse haben. Außerdem ist er mit seinem kompakten Design ideal für Fernseher geeignet, die keine allzu hohe Stütze haben. Mit einem Preis von knapp 300 Euro ist es sicherlich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Konfiguration. Die Einrichtung Ihres Sonos Ray ist schnell und einfach. Ein Netzkabel und ein optisches Audioausgangskabel sind im Lieferumfang enthalten. Wenn dies das erste Sonos-Gerät in Ihrem Zuhause ist, muss vor der Einrichtung die App installiert oder geöffnet werden. Sobald das Gerät mit dem Fernseher verbunden ist, erscheint in der Anwendung ein kleines Popup-Fenster, das Sie durch den Installationsvorgang führt. Allerdings müssen beide Geräte mit demselben WLAN verbunden sein. Um die Sonos Ray mit dem Fernseher zu verbinden, muss sie eingeschaltet sein. Mit unserem Setup wollten sich die beiden nicht gleich anfreunden. Danach muss sich nur noch die Fernbedienung an den Neuling gewöhnen. Das wirkt Wunder und erleichtert die Kontrolle erheblich. Gehen Sie schließlich mit Ihrem Handy durch das Wohnzimmer; begleitet von störenden Tönen. Aber das ist es wert. Denn die sogenannte True Play-Funktion von Sonos misst, wie Schall von Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen reflektiert wird. Dadurch soll der Klang perfekt an die Umgebung angepasst werden.
Der Lärm. Bevor wir zum eigentlichen Hauptthema übergehen, die Mängel dieser Soundbar. Der Rotstift strich bei den Anschlüssen: HDMI, koaxiales Audiokabel, Cinch-Kabel und Bluetooth-Konnektivität sind nicht vorhanden. Gerade letzteres fehlt im täglichen Gebrauch. Musik kann auch über die Box abgespielt werden, allerdings nur mit der Sonos-App. Last but not least: Ein Surround-System ist möglich, aber nur mit Sonos-Geräten. Andere Hersteller sind ausgeschlossen.
Ansonsten hält die Soundbar, was sie verspricht: viel Sound trotz kompakter Größe. Ob Actionfilm, Dokumentation mit vielen Interviews oder einfach nur Zappen – Sonos Ray ist immer mit dem richtigen Sound dabei. Der Nachtmodus wird besonders geschätzt. Es reduziert laute Geräusche und verstärkt leise Geräusche: Harmonie in ihrer reinsten Form, die nicht nur nachts das Fernsehvergnügen erhöht.
Eines ist sicher: Die kompakte, preisgünstige Soundbar steigert das Heimkino-Feeling enorm. Dass man damit auch Musik abspielen kann, ist ein weiterer Pluspunkt, wobei Bluetooth auch gut gewesen wäre.
(“Die Presse”, Printausgabe, 19. Juni 2022)