Die Logistik ist am Limit
Digitec-Kunden können eine verzögerte Lieferung wählen
Bei Digitec-Galaxus können Sie sich für eine schnelle Lieferung entscheiden. Doch da die interne Logistik zunehmend an ihre Grenzen stößt, geht der grösste Online-Shop der Schweiz neue Wege.
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Doch da die interne Logistik zunehmend an ihre Grenzen stößt, geht der grösste Online-Shop der Schweiz, Digitec-Galaxus, neue Wege.
Bestellung und Lieferung am selben Tag, das macht Digitec-Galaxus in letzter Zeit. Noch überraschender ist die Ankündigung vom Donnerstag: «Galaxus und Digitec liefern jetzt auf Wunsch per Post.»
Mit anderen Worten, Kunden können die Option „langsame Lieferung“ auswählen, wenn sie ihre Bestellung an der Kasse aufgeben. Eine verspätete Lieferung sozusagen. Als Grund nannte ein Sprecher „die Entlastung unserer Logistik-Crew“. Gerade an arbeitsreichen Montagen und Abenden sind Versand- und Zustellpersonal außerordentlich beschäftigt.
Mit dem neuen Feature kann das Unternehmen sein Logistikpersonal gleichmäßiger verteilen, heißt es in der Pressemitteilung. Auch Digitec-Galaxus kann mit der neuen Option seine Lieferversprechen zuverlässiger einhalten.
Überarbeitete Logistikarbeiter
Versandhändler wie Digitec-Galaxus werden oft von überarbeiteten Mitarbeitern kritisiert. Der Logistikaufwand hat sich für diese Lieferanten während der Corona-Pandemie und dem Anstieg des Paketaufkommens massiv erhöht.
Mit der Auswahl der Option „Slow Delivery“ stimmt der Kunde einer Lieferverzögerung von ein bis zwei Tagen zu.
Vergleichbar ist dies mit dem A- und B-Porto der Schweizerischen Post: Briefe und Pakete mit der normalen Zustelloption, ähnlich der A-Post, kommen fast immer am gleichen Tag an.
Bei einer langsameren Sendung hat die Sendung am ersten Tag keine Priorität, wohl aber am nächsten Tag, erklärt Philipp Mahler, Mitverantwortlicher des Projekts, in der Mitteilung.
Kunden hätten in den vergangenen Wochen und Monaten in dutzenden Kommentaren nach dem neuen Feature gefragt, so Mahler weiter.
Allerdings soll „Schneckenpost“ für die Kunden nicht billiger werden. Der Kundennutzen beschränkt sich laut Mahler zunächst auf „das gute Gefühl, die Logistiker ein wenig entlastet zu haben“.
Wie hoch der Anteil der Langsamkäufer wirklich ist, bleibt abzuwarten. (Euro/SDA)