Dinslaken: Waffenfund in Schule: zwei Festnahmen

Dinslaken. Nach dem Fund der Waffe bei EBGS Dinslaken kam es zu zwei Festnahmen. Nach fünf Stunden konnten die Studierenden das Gebäude verlassen.

Ein Waffenfund an der Ernst-Barlach-Gesamtschule hat am Mittwoch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Offenbar trug ein Schüler im Keller der Schule eine Waffe. Die Schule war sehr abgesperrt. Etwa 800 Schüler und fast alle Lehrer verbrachten fünf Stunden in der Schule und durften nur abends ausgehen. Viele Eltern warteten tagsüber draußen, weil sie befürchteten, es würde zu einem Massaker kommen. Das war laut Polizei und Schulverwaltung nicht der Fall. Niemand wurde verletzt.

Gegen 13.20 Uhr sei der Polizei „die Information zugegangen, dass in den Einrichtungen der Ernst-Barlach-Gesamtschule eine Schusswaffe gefunden worden sei“, sagte Peter Reuters, Sprecher der Kreispolizei. Im Fahrradkeller der Schule soll sich ein Schüler – zunächst von zwei Schülern gesprochen – darum gekümmert haben. Der Ranger des Schulfahrrads beobachtete alles und der Schüler floh.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort

Der Fahrradwächter alarmierte sofort die Schulleitung, die wiederum die Polizei alarmierte. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und bat laut Peter Reuters das SEK, „in Sicherheit zu sein“. Nach dem jüngsten Massaker in den Vereinigten Staaten sind die lokalen Behörden besonders wachsam und besorgt.

Nach NRZ-Informationen nahm die Polizei im Laufe des Nachmittags einen Studenten fest und verhörte ihn. Der junge Mann soll aber nicht derjenige mit der Waffe in der Hand sein. Der betreffende Schüler soll die Schule verlassen haben, hieß es damals. Seitdem hat die Polizei bestätigt, dass Festnahmen vorgenommen wurden. Es sollen zwei Personen sein.

Es ist noch unklar, ob es sich bei der Waffe wirklich um eine scharfe Waffe oder um eine Schaufensterpuppe handelte. Ob die Waffe gefunden wurde, teilte die Polizei nicht mit.

Polizei in Kampfausrüstung stürmte am Freitag eine Kundgebung und holte Hunderte von Demonstranten per Lastwagen Polizei in Kampfausrüstung stürmte am Freitag eine Kundgebung und holte Hunderte von Demonstranten per Lastwagen heraus Sie seien aus Sicherheitsgründen in den Unterricht gebracht worden, sagte er. Schulleiter Hans-Ulrich Wangerin, der ebenfalls an der Schule war, sagte, den Kindern könne nichts passieren. Polizeikräfte sind in jedem Flur.

Die Schule wurde großflächig abgesperrt.

Foto: aha/nrz

An allen Schulschranken hatten sich Eltern versammelt, deren Kinder noch im Schulgebäude waren. Ihre Kinder kehrten nicht nach Hause zurück oder erhielten von anderen Eltern Nachrichten über den Fund der Waffe; die Nachricht verbreitete sich schnell über Whatsapp. Eltern hatten Angst um ihre Kinder und waren von den Behörden enttäuscht. Eine Mutter war verärgert darüber, dass weder die Polizei noch die Schule sie über den Vorfall informiert hatten. Einer der Klassenkameraden seines Sohnes schickte eine Whatsapp, woraufhin der Akku leer war. Eine andere Mutter fand den Vorgang „erstaunlich“. Ihre Tochter ging noch zur Schule und sie sah die Polizei, als sie vorbeiging.

Die Polizei bot psychologische Unterstützung an

Gegen 15.30 Uhr, zwei Stunden nach dem Vorfall, informierte Richard Pennings, Vorsitzender des Elternbeirats, im Namen der Schulleitung die Eltern per Whatsapp. Die Eltern fühlten sich nicht wohl und auch die örtlichen Polizeibeamten konnten ihnen keine Auskunft geben. Gegen 18.30 Uhr konnten die ersten Studierenden das Gebäude verlassen. Die Polizei hatte psychologische Berater für die Kinder.

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