Diese Puppe war Teil der Dekoration des Festes der Lethargie. Nach Kritik zog er sich zurück.
Instagram/LinkePoC
Die Festival-of-Lethargie-Dekoration sorgte für Aufruhr: Die Organisatoren entschuldigten sich öffentlich dafür, eine sogenannte „Mammie“ angezogen zu haben. Der Vorfall hatte auch Folgen für die Aufstellung.
Seit 20 Jahren findet anlässlich der Parade in der Roten Fabrik das Fest der Lethargie statt. Für Aufregung sorgte diesmal die Dekoration: Laut der PoC-Gruppe Linke sollen die Organisatoren eine Puppe aufstellen, die eine sogenannte „Mama“ darstellen soll.
Laut “20 Minuten” ist dieser Begriff eine abwertende Bezeichnung für afrikanische Nannies, deren Aussehen und Kleidungsstil einem bestimmten rassistischen Klischee entsprechen. Das Wort wurde in der Kolonialzeit der Vereinigten Staaten geprägt.
Dass die Puppe in die Dekoration integriert wurde, sei „zweifellos diskriminierend“, schreibt die PoC-Gruppe Linke in einem Instagram-Post. Er kritisiert auch, dass zwar die Puppe sofort entfernt und das Gespräch gesucht wurde, Betroffene von Rassismus aber nicht ernst genommen würden.
Forderungen nach öffentlichen Entschuldigungen werden immer lauter
Aktivisten forderten eine öffentliche Entschuldigung. Sowohl der Veranstaltungsort, die Rote Fabrik, als auch der Partyveranstalter haben es gestern Abend erfüllt. Auf dem Instagram-Account der Roten Fabrik hieß es, man wolle einen Ort als alternativen Ort bieten, „an dem sich alle Menschen, insbesondere diejenigen, die in der breiteren Schweizer Gesellschaft unter Unterdrückung leiden, wohl und sicher fühlen können.“ Dass es hier nicht funktioniert hat, ist klar. “, wofür Sie sich entschuldigen.
Das Letargia Festival intervenierte auf derselben Plattform. „Als das Fest aufgebaut wurde, stellte ein Mitglied einer Dekorationsgruppe eine Figur auf, die unangemessen und verletzend wirkte. Dafür entschuldigen wir uns in jeder Hinsicht“, sagte er.
Anscheinend hat die Entschuldigung DJane Jenny Cara, die heute auf der Lethargie-Party hätte spielen sollen, nicht überzeugt. Auf Instagram teilte die Zürcherin mit, dass sie ihren Auftritt «aus persönlichen Gründen» absagen müsse.