Dolezal über Freundschaft mit “Freddie”

Kultur

Kokain und Sekt, Fernsehen und „Scrabble“ spielen: In seinem aktuellen Buch „Mein Freund Freddie“ schreibt Filmproduzent Rudi Dolezal über seine persönliche Freundschaft mit Queen-Sänger Freddie Mercury. Er produzierte Musikvideos für die Band.

14.07.2022 08.55

Ab heute, 8.55 Uhr online

Ein Interview für den ORF in München: So traf Rudi Dolezal auf Weltstar Freddie Mercury. „Und an diesem Punkt hatte ich das Herz zu sagen: ‚Wenn Sie jemals einen großartigen Videoregisseur wollen, rufen Sie mich an‘, und ich gab ihm eine Visitenkarte“, erinnert sich Dolezal. Und tatsächlich: Ein Jahr später produzierte er das erste von insgesamt 32 Musikvideos.

Kurz darauf entwickelte sich eine persönliche und berufliche Freundschaft. Eine Freundschaft, die Dolezal in seinem kürzlich erschienenen Buch beschreibt. „In ‚My Friend Freddie‘ erzähle ich 80 % der Geschichten, die noch niemand kennt“, sagt Dolezal. Nach fünf Jahren Schreibzeit kann man nun auf 300 Seiten in die private Welt eines Weltstars eintauchen.

Kokain und Scrabble

„Er war eigentlich sehr schüchtern“, sagt der Filmproduzent aus Purkersdorf (Kreis St. Pölten), „außer im ‚inneren Kreis‘, wo er wimmelte, wahnsinnig lustig und geistreich war.“ Er stand oft unter Drogeneinfluss. “Freddie Mercury mochte Kokain und Champagner sehr, oft gleichzeitig, aber auch unabhängig voneinander.”

Dolezal beschreibt aber auch die gemeinsamen Nächte auf der Couch und die gemütlichen „Scrabble“-Runden. Abgesehen davon lag das Hauptaugenmerk von Mercury auch auf der privaten Musik. Eine schnelle Blockflöte, eine Melodie, die ihm gerade eingefallen war: Musik war ein ständiger Begleiter.

ORF Rudi Dolezal stellte sein Buch in der Nikodemus-Kneipe in Purkersdorf vor, wo Queen einst ein geheimes Konzert spielte

Privatkonzert zum 40. Geburtstag der Queen

Freddie Mercury starb 1991. Die Freundschaft zu den anderen Mitgliedern der Band blieb jedoch erhalten. Davon zeugt auch ein Auftritt zu Dolezals 40. Geburtstag im Nikodemus in Purkersdorf. Szene-Moderator Niki Neunteufel erinnert sich an den heimlichen Auftritt von 1998: “Wir wurden von Sicherheitskräften in England belästigt.”

Es wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. „Das ganze Haus war dunkel, die Straßen waren gesperrt. Es war einer der aufregendsten Tage meines Lebens.”

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