Dr. Knarfs Drogenlabor hat es gesprengt: Seitdem ist es entstellt
“Ich hatte bisher fast 50 Operationen”
Niko B. wurde von einer Explosion weggeblasen. Sein Kopf ist deformiert, sein Körper von Brandwunden gezeichnet und er sitzt im Rollstuhl. Unter dem Namen Dr. Knarf will nun zurück auf die Rap-Bühne.
Gepostet: vor 46 Minuten
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Aktualisiert: vor 22 Minuten
Vielleicht reicht es diesmal für den Durchbruch: Ausgerechnet wie Rapper Niko B. (37) alias Dr. Knarf stand kurz vor der Veröffentlichung seines bisher vielversprechendsten Albums Prometheus, bevor er 2017 sein eigenes Musikstudio in die Luft sprengte. Laut Polizei explodierte das Studio, weil der Rapper dort Drogen gekocht hatte. Heute ist er schwerbehindert und sitzt im Rollstuhl.
“40 Prozent meiner Hautoberfläche sind verbrannt. Ich hatte bisher fast 50 Operationen”, sagte der Rapper im Gespräch mit Bild B. Fünfeinhalb Jahre nach der tödlichen Explosion kündigt der Kölner seine Rückkehr auf die Bühne an Mann will aus dem Rollstuhl raus und auf die Bühne, zumindest für einen Moment.
Es ist ein Wunder, dass er noch lebt
Auch der Schwarze, eher bekannt für seinen Horror-Unfall als für seine Musik, will seine Platte fertigstellen. Dies wird nicht einfach sein. Niko B. lebt seit der Explosion mit einem deformierten Kopf und mehreren Brandnarben. Da der Rapper mehrfach im künstlichen Koma gelitten hatte, wurden große Teile seines Schädels entfernt.
Der Deutsche gibt zu bedenken: „Die Leute denken, dass mir die Ärzte die Hälfte des Gehirns aus dem Gehirn genommen haben, aber das ist zum Glück nicht der Fall.“ Niko B. lernt derzeit wieder laufen. Das kann der Rapper nun auch mit Gehhilfen, er fühlt sich also bereit für eine Rückkehr auf die Bühne.
Alles schlug gegen die Wand
Allerdings gibt sich der Rapper im Interview nachdenklich. Er ist sein Leben lang vor der Wand gefahren und zahlt jetzt den Preis. “Vorher habe ich in erster Linie sehr egozentrisch und egoistisch gelebt.” Niko B. ist Vater eines sechsjährigen Jungen. “Es tut mir weh, dass ich mit meinem Sohn niemals auf einen Baum klettern kann.”
2004 saß B. sechs Monate hinter Gittern. Laut „Bild“ drohen ihm nun neben gesundheitlichen Problemen auch rechtliche Konsequenzen. Er wurde wegen Drogenhandels und fahrlässiger Verursachung einer Explosion angeklagt. Auf diese Weise könnte er zurück ins Gefängnis gehen. (Gepa)