Mindestens drei tunesische Migranten sind auf dem Weg über das Mittelmeer nach Italien ums Leben gekommen, als ihr Schiff vor der Küste der Insel Djerba sank. Es gibt drei weitere Vermisste. Die anderen elf Flüchtlinge an Bord des Schiffes seien gerettet worden, berichteten italienische Medien.
Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ der Hilfsorganisation SOS Mediterrannee hat in wenigen Tagen mehr als 200 Flüchtlinge ins Mittelmeer gebracht. Letzte Woche habe das Boot insgesamt 206 Personen an Bord befördert, darunter 47 unbegleitete Frauen und 79 Minderjährige, teilte die Organisation mit. Im Mai musste die „Ocean Viking“ nach mehreren Rettungsaktionen tagelang warten, bis sie mit knapp 300 Flüchtlingen an Bord in Sizilien anlegen konnte.
Nach Angaben des italienischen Innenministeriums sind in diesem Jahr bisher 26.652 Flüchtlinge mit dem Boot in Italien angekommen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 19.794. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt die Zahl der Toten und Vermissten auf der Route über das Mittelmeer nach Europa seit Anfang des Jahres auf fast 750. Nach seinen Schätzungen gab es im vergangenen Jahr insgesamt 1.553 Tote und Vermisste.