Dritter in der britischen Thronfolge: Prinz George wird zu alt für Shorts

Prinz George, Dritter in der britischen Thronfolge, wird für Shorts zu alt

22.07.2022, 07:20 Uhr

Als Nummer drei in der britischen Thronfolge – nach Großvater Charles und Vater William – werden an Prinz George schon im Grundschulalter hohe Erwartungen geknüpft. Aber seine Eltern möchten, dass er so normal wie möglich aufwächst. George ist jetzt neun Jahre alt und wird bald ein neues Kapitel beginnen.

Es wird noch lange dauern, bis er auf dem britischen Thron sitzt. Die Times hat ausgerechnet, dass es durchaus bis 2072 oder noch länger dauern könnte, bis Prinz George gekrönt wird: Sein Vater William hätte dann seinen 90. Geburtstag erreicht. Wird die Monarchie, wie wir sie kennen, bis dahin überleben? Warte einfach. Für den kleinen George, der am 22. Juli seinen neunten Geburtstag feiert, sind jedoch bereits große Veränderungen geplant.

Der bevorstehende Umzug seiner Familie von London ins rund 40 Kilometer entfernte Windsor sollte für George wie auch für seine Schwester Charlotte einen Schulwechsel bedeuten. Bisher gehen beide im London Borough of Battersea zur Schule. Der älteste Sohn von Prinz William und Herzogin Kate soll Probetage an anderen Schulen absolviert haben. Lange wurde darüber spekuliert, ob die Familie George nach Abschluss der Grundschule, der legendären Eliteschule in Windsor, die auch Prinz William besuchte, nach Eton schicken wird.

Besuch der Königsschule: Wo der Vater ist, ist der Sohn

Prinz George Anfang Juni bei den Jubiläumsfeiern seiner Urgroßmutter, die jetzt gefeiert werden.

(Foto: IMAGO/i Images)

“Es wäre sicherlich keine Überraschung”, sagt Craig Prescott, Monarchie-Experte der Bangor University. „Seit die königliche Familie Internate besucht, gibt es ein Muster, dass Eltern ihre Kinder dorthin schicken, wo sie selbst hingegangen sind.“ Zum Beispiel besuchte Prinz Charles wie sein Vater Philip das Gordonstoun-Internat in Schottland. Ein Vorteil von Schulen wie Eton ist, dass sie Erfahrung mit Mitgliedern der königlichen Familie und Schülern mit ähnlichem Hintergrund haben, erklärt Prescott. “Ich würde erwarten, dass George dort wie jeder andere Junge behandelt wird.” Die Schule liegt auch in der Nähe des mutmaßlichen neuen Zuhauses der Familie Cambridge, die nach Windsor zieht, um näher bei der Königin zu sein und mehr Freiheit als in London zu haben.

„Ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, George auf eine reine Jungenschule zu schicken, […] so eng verbunden mit Privilegien, Geld und dubiosen Politikern. Man stelle sich die Schlagzeilen vor“, kommentiert Telegraph-Autorin Sophia Money-Coutts. Herzogin Kate soll laut „Express“ mit dem Gedanken gespielt haben, George auf seine alte Schule – das Marlborough College – zu schicken. Das sei aber viel weiter aus Windsor.

Kindheit so normal wie möglich

Unabhängig davon, um welche Schule es sich handelt, rechnet Experte Prescott nicht damit, dass der derzeitige Dritte in der britischen Thronfolge in naher Zukunft viel mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken wird. „Sowohl der Herzog als auch die Herzogin von Cambridge haben deutlich gemacht, dass sie wollen, dass ihre Kinder eine möglichst ‚normale‘ Kindheit haben.“

Ihre öffentlichen Auftritte dürften sich daher weiterhin auf einzelne und besondere Anlässe wie Weihnachten in Sandringham oder die alljährliche „Trooping the Colour“-Parade zu Ehren von Königin Elizabeth II. beschränken.

Krawatte, Kragen, Anzug: Prinz George in Wimbledon am 10. Juli.

(Foto: IMAGO/i Images)

In diesem Jahr, anlässlich des 70. Jubiläums der Queen, erregten die Geschwister viel Aufmerksamkeit, als sie mit Kate und Herzogin Camilla in einer Kutsche bei der Parade fuhren und der Menge zuwinkten. George, der wie sein Vater sehr sportbegeistert sein soll, begleitete bald darauf seine Eltern nach Wimbledon.

Der Schrank wird “groß”

Aufmerksame Beobachter machten vergangenes Jahr darauf aufmerksam, wie aus dem kleinen Prinzen George – zumindest in Sachen Garderobe – nach und nach ein großer Junge und zukünftiger König wird: Die Shorts – getragen von den Nachkommen der britischen Oberschicht in fast jedem Klima – werden langsam ausgetauscht. für lange Anzughosen bei offiziellen Auftritten.

„Dieser Übergang ist Teil einer besonderen Kleiderordnung, die junge britische Prinzen seit Jahrhunderten befolgen“, stellte das Online-Magazin Bustle damals fest.

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