Veröffentlicht am 12. August 2022, 16:09 Uhr
Drohende Stromausfälle: Behörden empfehlen „Mindestbarreserven in kleinen Scheine“
Wenn Stromsparen allein drohende Energieknappheit nicht verhindert, erklärt der Kanton Basel-Landschaft in einem Erklärvideo, wo erstmals der Stecker gezogen wird.
-
In der Schweiz drohen im Winter aufgrund des Krieges in der Ukraine Stromausfälle.
-
Bei Engpässen wird der sogenannte Stufenplan aktiviert.
-
Der Kanton Basel erklärt nun in einem Video, wann und von wem der Stecker gezogen wird.
Im Winter droht der Schweiz eine Stromknappheit, so die offizielle Bezeichnung der Bundesverwaltung für drohende Stromausfälle. Diese könnten die indirekte Folge des Krieges in der Ukraine sein, denn Europa zeigt dem russischen Aggressor Wladimir Putin die kalte Schulter, wenn er die Gaslieferungen in den Westen abwürgt. Das schadet dem Energiemarkt. Daher drohen im Winter Engpässe. Auch in der Schweiz, die zur Deckung des Bedarfs auf Stromimporte angewiesen ist.
Auf diese Situation sensibilisiert der Kanton Basel nun die Bevölkerung mit einem Informationsportal und einem am Donnerstag veröffentlichten Erklärvideo, das zum Stromsparen aufruft. Neben den Landessprachen stehen Informationen auch in Englisch, Türkisch und Albanisch zur Verfügung. Im Juni hat der Kanton das kantonale Führungsteam zur drohenden Knappheit einberufen, das nun das Informationsportal freigeschaltet hat. Die Bundesregierung wird dazu erst Ende August eine Kampagne starten. „Wir sind früher dran, das ist richtig. Aber wir werden nicht unser eigenes Süppchen kochen», sagt Andre Bürki, Sprecher der Direktion. Man sei auch mit den anderen Nordwestschweizer Kantonen im Gespräch.
Die Sauna ist nicht unbedingt erforderlich
Drehen Sie die Hitze herunter, waschen Sie es mit einem Kühler oder lassen Sie weniger Licht an. Wenn dies nicht ausreicht, um Engpässe zu vermeiden, würde ein Stufenplan aktiviert. Diese besagt, dass zunächst „nicht wesentliche Stromverbraucher, die viel Energie verbrauchen“ abgeschaltet werden. Dazu gehören Leuchtreklamen, Rolltreppen und Saunen. Reicht das nicht, kommt es zu Einschränkungen für Großverbraucher.
Erst in einem dritten Schritt käme es zu temporären und regionalen Abschaltungen. Davon würden auch Privathaushalte betroffen sein. «Dann überlegen Sie, wie Sie Ihren Grundbedarf für eine gewisse Zeit ohne Strom decken können», schliesst das Erklärvideo des Kantons.
Der Bund rät zu Barreserven
Es wird auch auf die Broschüre „Kluger Rat – Notvorrat“ des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung verwiesen. Es wird empfohlen, Lebensmittel inklusive Trinkwasser eine Woche lang vorrätig zu halten. Außerdem wird zu einer „Mindestreserve an Kleingeld“ geraten, da auch elektronische Zahlungsmittel bei Stromausfall ausfallen können.
Aktivieren Sie jetzt den Basel-Push!
Mit dem 20-minütigen Basel-Push bekommen Sie die Nachrichten und Geschichten, die die Nordwestschweiz bewegen, im Handumdrehen auf Ihr Handy.
Und so funktioniert es: Tippen Sie in der 20-Minuten-App unten rechts auf „Cockpit“. Dort unter „Benachrichtigungen“ und dann „Weiter“. Dann bei den Regionen “Basel” ankreuzen, erneut “Weiter” eingeben und dann “Bestätigen”. Voila!