Noch bevor Apples Mac Pro 2019 in den Handel kam, sorgte ein geklontes Gehäuse für Aufsehen: „Dune Pro“ versprach Hackintosh-Besitzern und -Fans die Chance, einen Computer im Design des professionellen Apple-Towers zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises oder mehr zu kaufen als 6500. Euro. Das Gehäuse sei äußerst flexibel, wenn es darum gehe, einen eigenen Computer zu bauen, und unterstütze alle gängigen Komponenten, vom Mainboard bis zur Grafikkarte, betonten die Hersteller damals.
Millionen auf Indiegogo gesammelt
Ursprünglich sollte der Fall als Kickstarter-Projekt laufen, wurde aber später über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo angeboten. Die Dune-Hülle wurde mit einer klassischen Mac Pro-„Käsereibe“-Front sowie einer alternativen Abdeckung geliefert, die das Gittermuster von Apples damals veröffentlichtem Mac Pro replizierte. Der Preis des Dune Pro Gehäuses lag zwischen 250 und 300 Euro. Das Fundingziel wurde schnell erreicht und das Projekt sammelte allein bei Indiegogo insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro ein.
Wie beim Crowdfunding üblich, schießen Käufer Geld vor, ohne zu wissen, ob das Produkt jemals auf den Markt kommt. Mit Updates, Fotos und ausführlichen Erklärungen zu Crown-bezogenen Problemen in Produktion und Lieferung hielten die Hersteller ihre Kunden mehrere Jahre lang bei Laune und lieferten scheinbar nie größere Mengen der Box.
Die Hersteller schweigen seit Monaten
Nach einer Ausgangssperre ist die Fabrik in Shenzhen laut einem letzten Update des Herstellers gegenüber Indiegogo im März wieder produktionsfähig, das sich nun einer Qualitätskontrolle unterzieht und die Auslieferungen dann fortsetzt, seither ist offenbar nichts passiert.
Bei Indiegogo wird das Projekt nun angeblich überprüft und es können keine Bestellungen mehr getätigt werden. Käufer sprechen von Betrug auf der Crowdfunding-Plattform und spekulieren, dass die Hersteller inzwischen ausgeschieden sind. Gleichzeitig wurde der Webshop, über den das Haus auch verkauft wurde, nun geschlossen. Wer dort eine Bestellung aufgegeben hat, kann möglicherweise noch versuchen, Geld von seinem Kreditkartenanbieter zurückzubekommen.
(lb)
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