Dürrekatastrophe – Die Lage in Italien wird dramatisch

Die Region Lombardei in Norditalien ist besonders von der Dürre betroffen und bittet bereits um Wasserspenden aus den Nachbarregionen.

Die Lage in Norditalien ist ernst. Die Region wurde von einer beispiellosen Dürre heimgesucht und kämpft nun mit massiver Wasserknappheit. Mehrere Experten und hochrangige Politiker schlagen nun Alarm.

Notstand erklärt

„Der Wetterverlauf im Zeitraum November 2021/Juni 2022 hat zu einem allgemeinen Wassermangel geführt, der die Region dazu veranlasst hat, spezifische Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen auf Bevölkerung und Landwirtschaft zu begrenzen“, teilte der Präsident Lombard Attilio Fontana in einem Schreiben mit die Regierung.

Um die Landwirtschaft am Leben zu erhalten, werden nun Wasserspenden aus den Nachbarregionen gesucht. Die Region Trentino wurde bereits aufgefordert, fünf Millionen Kubikmeter Wasser zu liefern. Diese sollen das so dringend benötigte Wasser aus den Stauseen Malga Bissina und Malga Boazzo entnehmen.

Zudem greift die Regierung in der Region bereits zu drastischen Maßnahmen. Einerseits wurden bereits mehrere Quellen in der Metropole Mailand und anderen Städten geschlossen, andererseits werden restriktive Gesetze angewandt. In der Region Venetien stehen jedem Bürger nur 200 Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung.

Mittlerweile müssen sogar Flüsse befischt werden, um die Fische bei einer möglichen Austrocknung vor einem qualvollen Tod zu bewahren. Besonders streng sind die Regeln in der 50.000-Einwohner-Kreisstadt Pordenone.

Hier kündigte der Bürgermeister an, dass Wasser nur zum Trinken und zur Hygiene verwendet werden darf. Eine noch bis September geltende Verordnung besagt: „Bedingt durch die klimatischen Bedingungen kommt es vor allem am frühen und späten Abend zu einem erhöhten Wasserverbrauch bei der Bewässerung privater Gärten Misserfolge“.

Zum Beispiel kann Wasser nicht mehr verwendet werden, um Gärten oder Parks mit Gemüse und Obst zu bewässern. Auch das Waschen von Privatautos ohne Nutzung öffentlicher Waschanlagen ist inzwischen ebenso verboten wie das Befüllen von Schwimmbecken.

Nav-Compte TK Zeit05.07.2022, 05:42 | Akt: 05.07.2022, 05:42

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