Ehe für alle: Das reformierte Zürich schafft „Braut“ und „Freund“ ab.

Die reformierte Kirche im Kanton Zürich hat ihre Kirchenordnung an die «Ehe für alle» angepasst: Begriffe wie «Braut» und «Bräutigam» wurden durch das geschlechtsneutrale Wort «Ehepaar» ersetzt.

Diese Änderung in der Ordnung der Kirche sei nur terminologischer Natur, schrieb die Kirche in einer Erklärung am Dienstag auf der Synodensitzung. Inhaltlich ändert sich also nichts.

Schwule und Lesben können heiraten

Die Änderung wird voraussichtlich am 1. Januar 2023 in Kraft treten, sofern kein Referendum gegen die Entscheidung durchgeführt wird. Die reformierte Kirche hatte sich bereits 1999 für die Gleichstellung der Geschlechter ausgesprochen und bietet seitdem Segnungszeremonien für schwule und lesbische Paare an.

Mit dem Ja zur „Ehe für alle“ und der Implantation zum 1. Juli können nun auch gleichgeschlechtliche Paare kirchlich heiraten.

Das Kirchenparlament beschloss zudem, dass die Kirche in das Amt des Dorfanwalts eingegliedert wird. Wenn Reformierte in Zukunft ein Problem mit ihrer Kirche haben, können sie sich an diese Anlaufstelle wenden, die von Jürg Trachsel (SVP) geleitet wird. (SDA)

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