In Berlin ist ein Auto in eine Menschenmenge gekracht, dabei ist ein Lehrer aus Bad Arolsen ums Leben gekommen. Sie war mit einer Zehntklässlerin in der Hauptstadt, unter den Verletzten sind auch Schüler. Es sieht so aus, als hätte der Fahrer Papiere im Auto gelassen.
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Video 02:17 Minuten | 06.08.22, 16:45 | Hessenschau
Ein Auto kracht in Berlin in eine Menschenmenge: eine Gruppe betroffener Bad Arolser Studenten
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Ein Lehrer in Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg) starb am Mittwoch in Berlin, als ein Auto mit einer Menschenmenge kollidierte. Die Frau besuche eine zehnte Klasse einer Schule in Berlin, teilte die hessische Landesregierung am Nachmittag mit. Die Schule ist die Kaulbachschule, ein Gymnasium und ein Gymnasium.
Ein weiterer Lehrer, der bei der Gruppe war, wurde schwer verletzt. Unter den Verletzten sind auch Studenten. Hessische Studenten würden psychologisch betreut, sagte die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD).
Mindestens ein Dutzend Verletzte
Das Auto kollidierte am Morgen mit einer Menschengruppe auf einer beliebten Einkaufsstraße in der Nähe der Berliner Gedächtniskirche: Der Lehrer starb, fünf weitere Menschen wurden verletzt und in Lebensgefahr gebracht. Drei weitere seien schwer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Bei dem Vorfall am Ku’damm und in der Tauentzienstraße wurde zudem eine zunächst unbekannte Zahl von Menschen leicht verletzt. Zur Zahl der Opfer gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Die Polizei sprach von insgesamt mehr als einem Dutzend Verletzten.
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Telefonseelsorge für Angehörige
Die Polizei hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. „Sie können unser persönliches Informationszentrum für Angehörige unter 030-84854460 kontaktieren“, twitterte die Polizei.
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Stand: 08.06.22, 17:40 Uhr
Dokumente und Plakate im Auto
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fand die Polizei Dokumente im Auto des mutmaßlichen Täters. Über den Inhalt war zunächst nichts bekannt. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung darüber berichtet. Der Täter soll polizeibekannt gewesen sein, allerdings nicht im Zusammenhang mit Extremismus.
„Es gibt kein richtiges Bekennerschreiben“, sagte die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Mittwoch. Er sprach von „Plakaten“, die Aussagen über die Türkei enthalten würden. Die genaue Motivation des Fahrers muss geprüft werden. Eine Polizeisprecherin sagte: „Wir prüfen noch die Art der Aussagen in den im Auto gefundenen Dokumenten und Plakaten.“
Nach derzeitigem Kenntnisstand fuhr der Wagen gegen 10.30 Uhr im Berliner Stadtteil Charlottenburg auf den Bürgersteig und erfasste mehrere Personen. Anschließend fuhr er weitere 200 Meter die Tauentzienstraße entlang, prallte erneut auf den Bürgersteig, stieß mit einem anderen Fahrzeug zusammen und landete in einem Schaufenster.
Fahrer festgenommen
Der Fahrer des 29 Jahre alten Autos aus Berlin wurde festgenommen. Zunächst war unklar, ob er absichtlich in die Gruppe eingetreten ist oder ob es sich um einen Unfall handelte.
Die Umgebung wurde abgesperrt. Allein die Polizei sagte, sie habe etwa 130 Rettungsdienste vor Ort. Es waren auch etwa sechzig Feuerwehrleute im Einsatz. Sogar ein Hubschrauber war im Einsatz.
schockierte Politik
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) äußerte tiefe Bestürzung. „Diese erschütternde Nachricht aus Berlin macht mich erschüttert und tief betroffen“, sagte Rhein in Wiesbaden. “Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude bei einem Schulausflug in die Hauptstadt waren.” Er drückte der Familie des verstorbenen Lehrers sein Beileid aus. Er hofft aufrichtig, dass sich alle Verwundeten vollständig erholen werden.
Hessischer Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte: „Wir haben sofort Notfallteams nach Bad Arolsen geschickt, um Angehörigen, Mitschülern und Lehrern zu helfen.“ Ein Schulteam macht sich auf den Weg nach Berlin, um Jugendliche und ihre Eltern zu unterstützen. „Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Studierenden über traumatische Erlebnisse sprechen können“, sagt Lorz.
Die hessische SPD-Vorsitzende und Bundesinnenministerin Nancy Faeser drückte den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. „Ich bin schockiert und zutiefst traurig“, schrieb sie auf Twitter. „Mein tiefstes Beileid gilt den Familien der Verstorbenen. Ich wünsche allen Verwundeten eine schnelle Genesung.“
Ich bin schockiert und zutiefst traurig über den schrecklichen Vorfall in Berlin. Mein tiefstes Beileid gilt den Familien der Verstorbenen. Ich wünsche allen Verwundeten alles Gute. Ich danke den Rettungskräften, die um das Leben der Schwerverletzten kämpfen.
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06.08.22 um 14:28 Uhr
Stand: 08.06.22, 16:00 Uhr
Er rief auch zu Spekulationen über die Ursachen des Vorfalls auf. Er steht laut Faeser in engem Kontakt mit der Berliner Innensenatorin Iris Spranger. Die Polizei klärt die Hintergründe auf. Dies veranlasste die Zeugen dazu, Informationen und Mediendateien nicht zu posten, sondern an ein Informationsportal zu senden.
Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich bestürzt: „Meine Gedanken sind bei den Schwerverletzten und sehr ernst bei den Toten“, sagte Steinmeier. „Und sie sind bei denen, die Schreckliches durchmachen mussten. Mein tiefstes Beileid gilt ihnen, all ihren Angehörigen und Überlebenden.“
Erinnerungen an den Anschlag am Breitscheidplatz und den Vorfall 2019
In Berlin erinnert der Vorfall auch an den Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Am 19. Dezember 2016 fuhr ein islamistischer Killer mit einem Lastwagen zum dortigen Weihnachtsmarkt. 12 Menschen starben und mehr als 70 wurden verletzt. Ein 13. Opfer starb später an seinen Verletzungen.
Auch gibt es Ähnlichkeiten zu einem Unfall im Bezirk Mitte im Jahr 2019: Ein Mann war mit seinem schweren Auto von der Invalidenstraße abgekommen. Der Geländewagen überschlug sich und tötete einen dreijährigen Jungen und seine Großmutter sowie zwei Männer auf dem Bürgersteig. Im Februar 2022 wurde der Fahrer zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Obwohl er an Epilepsie litt und sich einer Gehirnoperation unterzog, fuhr er einen Monat vor dem Unfall Auto.
Die Gegend, in der sich der tödliche Vorfall ereignete, ist aufgrund der vielen Geschäfte, Cafés und Sehenswürdigkeiten oft sehr überfüllt. Es ist ein Magnet für in- und ausländische Touristen. In der Nähe befinden sich beispielsweise der Zoo, der Bahnhof Zoo und das Kaufhaus des Westens (KaDeWe).
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Ausstrahlung: hr-fernsehen, Hessenschau, 8. Juni 2022, 16:45 Uhr
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Gepostet am 22.08.06 um 16:00 Uhr
Quelle: hessenschau.de/Uwe Gerritz, Simon Rustler, dpa/lhe, KNA