Ein Biss, gegen den es keinen Impfstoff gibt

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Auch die Tigermücke Aedes albopictus sucht tagsüber nach Nahrung. In Südeuropa ist sie bereits weit verbreitet.

(c) Getty Images

Aufgrund des Klimawandels fühlen sich hier immer mehr tropische Mücken wohl. In Wien und Graz gibt es bereits Populationen von Tigermücken, von denen bekannt ist, dass sie das Virus übertragen. Doch der Experte warnt vor Panik.

Jeder, der in die Tropen reist, kennt die Angst vor Tigermücken, die neben juckenden Mücken auch schwere Krankheiten verursachen können. Im Gegensatz zu den in unseren Breiten heimischen Stechmücken sind kleine Insekten zudem tagaktiv und somit zu jeder Tageszeit lästig. Und sie sehen ein wenig anders aus als “unsere” Mücken: Sie strecken meist ihre Hinterbeine nach oben und ihre Körper sind meist schwarz-weiß gestreift. Dieses Muster bringt ihnen den Namen “Tigermücke” ein. „Aber wir bezeichnen nur eine Art der Gattung Aedes als echte Tigermücke, Aedes albopictus“, sagt Karin Bakran-Lebl, Mückenforscherin bei Ages (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit).

Er leitet das österreichweite Monitoring gebietsfremder Stechmücken, das von Mai bis Oktober nach Eiern eingewanderter Stechmückenarten sucht. An 50 Orten vom Burgenland bis Vorarlberg stehen kleine schwarze Wassereimer, an denen Holzpfähle der Tigermücke und anderen tropischen oder subtropischen Mücken einen idealen Ort zur Eiablage bieten. Diese eingewanderten Insekten sind „Baumhöhlenbildner“ oder „Containerbildner“, die ihre Eier am Rand von kleinen Gewässern oder Teichen ablegen, die häufig in Baumhöhlen anzutreffen sind. „Bei Regen fluten kleine Wasseransammlungen und die Larven können aus den Eiern schlüpfen“, erklärt Bakran-Lebl. „Eifallen, auch Ovitrap genannt, stellen künstliches Brutwasser dar und werden von Containerzüchtern gut angenommen.“

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