Ein durchwachsenes Jahr für den Tiroler Wald

Das vergangene Jahr war für den Tiroler Wald nicht einfach, wie der neue „Tiroler Waldbericht 2021“ zeigt. Obwohl sich der Umbau des Waldes zu klimafreundlichen Mischwäldern beschleunigt hat und es zu keinen nennenswerten Waldschäden durch Naturereignisse oder Waldbrände gekommen ist, richtete der Borkenkäfer vor allem in Osttirol Schäden in einem noch nie dagewesenen Ausmaß an.

„Wir haben in den meisten Teilen Tirols noch eine stabile Situation im Wald, aber in Osttirol ist die Lage angespannt“, sagte der LH-Abgeordnete. Josef Geisler gibt ein erstes Resümee zum Waldjahr 2021. „Generell sind die Herausforderungen im Wald nicht geringer. Unser Hauptziel ist es, die Schutzfunktion unserer Wälder zu erhalten, indem wir geschädigte Waldflächen schnell wieder aufforsten und in klimafreundliche Bergwälder umwandeln.“ Im vergangenen Jahr wurden 18,7 Millionen Euro in aktives Waldschutzmanagement und die Anpassung der heimischen Wälder an das Klima investiert. Austausch. Im vergangenen Jahr wurden 1,9 Millionen Bäume gepflanzt, darunter 200.000 Laubbäume.

Die durch den Käfer verursachte Schadholzmenge im Jahr 2021 überstieg im Bezirk Lienz 100.000 Festmeter. Dies entspricht dem durchschnittlichen Holzeinschlag eines Jahres. Massenschäden sind vielerorts zu sehen, wie hier im Bereich der Helenenkirche in Oberlienz.

Mit vereinten Kräften gegen den Borkenkäfer

Dieses Jahr 2022 steht ganz im Zeichen des Kampfes gegen den Borkenkäfer. Mit dem Schlüpfen der neuen Käfergeneration ist in tieferen Lagen bereits Mitte Juni und in höheren Lagen Mitte Juli zu rechnen. Um dies zu verhindern, wurden bereits zahlreiche Käferfallen an neuralgischen Stellen und im Objektschutzwald Kreis Lienz aufgestellt. Gleichzeitig wird der Wald systematisch von neu befallenen Bäumen gerodet. Diese werden sofort verarbeitet, um eine weitere Vermehrung des Borkenkäfers zu verhindern. Zur Unterstützung seiner Kollegen sind 42 Nordtiroler Förster seit mehr als 60 Arbeitswochen in Osttirol im Einsatz. Weitere 180 Wochen verbringen die Kreisförster und die Landesforstverwaltung.

Intensive Aufforstung ist erforderlich

Allein in Osttirol werden in den nächsten Jahren jährlich rund 900.000 Jungbäume benötigt, um Aufforstung, Aufforstung und Umwandlung in klimafreundliche Bergwälder durchzuführen. Das ist doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Jahr. Für den Einsatz in den vom Klimawandel stark betroffenen Waldgebieten werden tirolweit 360.000 weitere klimafreundliche Forstpflanzen benötigt. Klimafreundliche Waldpflanzen sind das größte und stärkste Pflanzmaterial. „Bisher konnten wir die Nachfrage nach unseren drei Landesforstgärten decken“, erklärt Landesforstdirektor Josef Fuchs. Änderungen im Pflanzenmaterialbedarf und eine erhöhte Nachfrage nach Laubholzpflanzen führen jedoch zu Änderungen in Produktion und Logistik. Um eine nachhaltige Versorgung mit einheimischen Waldpflanzen sicherzustellen, wird Ende 2023 im Waldgarten Bad Häring ein 2.000 Quadratmeter großes Kühlhaus errichtet.

Die Nachfrage nach Parkettböden steigt

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2,45 Millionen Forstpflanzen von Forstgärten verkauft. Mit 1,9 Millionen bleiben die meisten in Tirol. Lag der Fichtenanteil 2017 noch bei 56 Prozent, so ist er 2021 auf 43 Prozent gesunken. Laubholz gewinnt dagegen an Bedeutung. Bei den trockenheits- und hitzetoleranten Baumarten verzeichneten Linde, Eiche, Kirsche, Bergahorn und Rotbuche die größten Zuwächse. Auch Lärche und Fichte sind sehr gefragt.

Text: Redaktion, Fotos: © Land Tirol

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