Ein IS-Rückkehrer zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Aktualisiert am 26.07.2022 um 14:05 Uhr

  • Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen IS-Rückkehrer aus der Nähe von Bonn wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und schwerer Kindesentführung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
  • Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
  • Die Konvertitin trat 2015 dem IS bei und nahm ihren Sohn gegen den Willen seines Vaters mit nach Syrien.

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Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen IS-Rückkehrer aus Sankt Augustin bei Bonn wegen Zugehörigkeit zur ausländischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und schwerer Kindesentführung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die am Dienstag verkündete Strafe des Urteils entsprach den Forderungen der Vertreter der Bundesanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine zweijährige Bewährungsstrafe beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die 33-jährige Konvertitin schloss sich im Juli 2015 dem IS an und nahm ihren fünfjährigen Sohn gegen den Willen seines Vaters mit nach Syrien. Nach Angaben des Staatsschutzsenats in Düsseldorf besass er zudem zwei Sturmgewehre mit IS und verstieß damit gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Zu Prozessbeginn Ende März hatte sich der Angeklagte von der Terrormiliz distanziert. IST sie „angezogen und verführt“.

Die Beschuldigte wurde Anfang 2019 von kurdischen Milizen in Syrien gefasst und bis zu ihrer Auslieferung im Oktober 2021 in Gefangenenlagern festgehalten. Diese Zeit kann nach Ansicht des Gerichts nicht auf die Haftstrafe angerechnet werden, da es sich nicht um eine vom Gericht angeordnete Freiheitsentziehung handelte Bundesland. (dpa/okb)

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