Aktuell ist das Wetter ideal zum Segeln auf der Aar. Doch analog zu Festzelten verlassen viele Böötler ihre Gefährten nach Gebrauch.
Auch am Aareufer findet man kaputte Boote, wie auf diesem Foto vom August 2021. – Nau.ch
Bekanntmachung
das Wesentliche in Kürze
- Heute lockt die Aare viele Schwimmer ans Wasser.
- Beliebt ist auch das Aare-Böötle. Das verschärft das Müllproblem.
- Das betrifft nicht nur den Müll an den Ufern des Flusses, sondern ganze Schlauchboote.
Noch nie war die Aare so warm wie in diesem Jahr. Das lockt zahlreiche Badegäste ans Wasser. Aber auch das «Aare-Böötlen» ist beliebter denn je.
Und Gummiboote gibt es mitunter zu Spottpreisen: Schon ab 40 Franken, wie ein Blick auf die Websites mehrerer Online-Händler verrät. Doch der niedrige Preis hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.
Eine nicht unerhebliche Anzahl von Aarschiffern entschließt sich, nach dem Verlassen des Wassers ihr Boot einfach stehen zu lassen. Der Strassenmeister der Stadt Bern, Andreas Niklaus, sagte gegenüber SRF: «Diese Unsitte, Boote zu zerstören und einfach stehen zu lassen, ist Wahnsinn.»
Nehmen Sie Ihr Boot nach dem Böötlen mit nach Hause?
Besonders deutlich wird das Problem beim offiziellen Abfahrtsort Schwachenmätteli. Dabei bietet die Stadt dort bereits eine professionelle Deponiemöglichkeit: Es gibt Container mit einem Fassungsvermögen von 800 Litern. Aber: “Wenn nicht nur zwei oder drei Boote sorgfältig gefaltet und in den Container geworfen werden”, füllt sie das schon.
Marc Häni vom Amt für Wasser und Abfall in Bern sagte letztes Jahr gegenüber Nau.ch, dass minderwertige Gefäße als „Einweggefäße“ bezeichnet werden. «Sie überstehen kaum mehr als eine Fahrt an die Aare unversehrt und werden zu Spottpreisen angeboten.»
Verlassene Boote bereiten der Polizei Probleme
Kapo Bern fügte hinzu, verlassene Boote weit entfernt von der Entsorgungsstelle stellten die Polizei vor ein ganz anderes Problem. “Man muss immer davon ausgehen, dass ihm etwas passiert ist.”
Mehrere Aare Böötler in der Aare. – Schlussstein
Im Idealfall ist das Schiff angeschrieben und die Situation lässt sich mit wenig Aufwand klären. Wenn nicht, kann ein Suchvorgang eingeleitet werden. “Das wird im Einzelfall entschieden.”
Wenn eine Suche ausgelöst wird, die sonst hätte vermieden werden können, wird der Autor zur Zahlung aufgefordert. «Die Beteiligung an den Kosten einer Operation kann schnell mehrere tausend Franken erreichen.»
Außerdem ist der Name erforderlich. Wer sich nicht daran hält, kann mit einem Bußgeld belegt werden.
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