CHRONIK
Ein 21-jähriger Polizeistudent und seine Freunde haben am Sonntagabend verhindert, dass sich die Schwester des jungen Mannes in einen Hochstapler verliebt. Der 23-Jährige wurde von einem falschen Polizisten angerufen, der Wertsachen “sichern” wollte.
25.07.2022 13.48
Ab heute, 13:48 Uhr online
Die vermeintlichen Polizisten erkannten das strafrechtliche Vorgehen und hinderten die junge Frau daran, dem Mann Geld und Schmuck im Wert von 10.000 Euro zu geben. Der 33-Jährige rief die Frau gegen 19.45 Uhr in ihrer Wohnung in der Bahnhofstraße in Penzing an. Er gab sich als Polizist aus und fragte nach seinen Wertsachen.
Er sagte, es seien viele Raubüberfälle in der Gegend gewesen und er könne das Bargeld und den Schmuck sicher aufbewahren. Um seine Angaben zu untermauern, brachte er den 23-Jährigen sogar mit einem mutmaßlichen Staatsanwalt in Verbindung, der den Sachverhalt bestätigte.
Polizeistudenten nahmen die Verdächtigen fest
Der Bruder des Opfers und zwei seiner Freunde, allesamt Polizisten in Ausbildung, hörten den Anruf und erkannten den Betrug sofort. Sie alarmierten ihre Kollegen und warteten darauf, dass der falsche Polizist klingelte. Der 23-Jährige öffnete die Tür, doch als er sah, dass sich weitere Personen im Haus befanden, rannte der Mann davon. Die drei jungen Polizeistudenten rannten hinter ihm her und hielten ihn fest, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Der 33-Jährige wurde festgenommen.
Die Wiener Polizei mahnte eindringlich, niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Aufbewahrung zu übergeben. Die Polizei fragt nicht danach. Entsprechende Telefonate sollten sofort beendet und die Notrufnummer 133 gewählt werden. In einem Telefongespräch sollten niemals Informationen über familiäre oder finanzielle Verhältnisse übermittelt werden.