Ein texanischer Schütze tötet 14 Kinder in der Grundschule

Stand: 24.05.2022 23:31

Bei einer Schießerei in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas sind 14 Kinder getötet worden. Nach Angaben des Gouverneurs wurde auch ein Lehrer getötet. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei erschossen.

Bei einer Schießerei in einer Grundschule in Texas sind 14 Kinder und ein Lehrer getötet worden. Das teilte der texanische Gouverneur Greg Abbott nach dem Angriff auf die Kleinstadt Uvalde bei San Antonio mit. Auch der Schütze war gestorben, nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei dem Angreifer um einen 18-jährigen Mann, der von Beamten getötet worden war.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, sagte, US-Präsident Joe Biden sei über den Angriff informiert worden. „Er betet für die Familien, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind.“ Der Präsident wollte sich am Dienstagabend (Ortszeit) nach seiner Rückkehr von seiner Asienreise in Washington äußern.

In den Vereinigten Staaten kommt es mit trauriger Regelmäßigkeit zu Schießereien, sogar in Schulen. Besonders schockierend war ein Massaker an einer Grundschule vor zehn Jahren: Im Dezember 2012 erschoss ein 20-jähriger Mann mit schweren psychischen Problemen in Newtown, Connecticut, erstmals seine Mutter. Dann ging er zu seiner Grundschule, der Sandy Hook Elementary School, und tötete 20 Schulkinder und sechs Lehrer. Dann beging er Selbstmord. Das Ereignis sorgte damals im ganzen Land für Aufsehen und auch über die US-Grenzen hinaus für Entsetzen.

Die Zahl der Morde in den USA steigt deutlich an

Vor etwas mehr als einer Woche eröffnete ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Mann das Feuer auf einen Supermarkt in Buffalo, New York, tötete zehn Menschen und verletzte drei weitere. Er wurde am Tatort festgenommen. Laut Ermittlern war die Tat rassistisch motiviert: 11 der 13 Opfer waren Schwarze. Buffalo hat eine überwiegend schwarze Bevölkerung.

Im vergangenen Jahr zählte das FBI in den USA 61 Schüsse. Das seien mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das FBI am Montagabend mit. Seit 2017 hat sich die Zahl verdoppelt. 2021 starben bei Anschlägen 103 Menschen, 140 wurden verletzt. Auch das ist eine Steigerung von fast 50 Prozent gegenüber 2020. Von den 61 Schützen waren den Angaben zufolge 60 Männer. Das FBI verwendet eine strenge Definition für die Zählung: Es umfasst nur Fälle, in denen ein Autor Menschen in der Öffentlichkeit erschießt, um sie zu töten.

14 Kinder bei einer Schießerei in einer Schule in Texas getötet

Julia Kastein, ARD Washington, 24.05.2022 23:17

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