„Im Flugzeug sind vier Inder, zwei Deutsche und 16 Nepalesen“, sagte der Polizeisprecher. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Sonntag mit, die deutsche Botschaft in Kathmandu arbeite intensiv an der Aufklärung des Sachverhalts und stehe in Kontakt mit nepalesischen Behörden.
Nach Militärangaben wurde die Suche nach der Maschine in der Nacht unterbrochen. Grund seien schlechtes Wetter und Dunkelheit, sagte der nepalesische Armeesprecher Narayan Silwal am Sonntag auf Twitter. „Die Suche wird morgen früh sowohl aus der Luft als auch vom Boden aus fortgesetzt“, sagte er.
Schon vor Einbruch der Dunkelheit war die Sicht aufgrund des Wetters schlecht und erschwerte die Suche, sagte Polizeisprecher Min Bahadur Ghale. Neben den Hubschraubern versuchten die Retter auch, die Maschine rund um den Mount Dhaulagiri, den siebthöchsten Berg der Welt, zu Fuß zu lokalisieren, sagte er. In einigen Teilen des Landes hat es in der vergangenen Woche stark geregnet.
Nach Angaben der Nepali Times handelt es sich bei dem vermissten Flugzeug um eine 43 Jahre alte Twin Otter 9N-AET.
Pokhara ist der Ausgangspunkt für viele Trekkingausflüge, einschließlich des Annapurna Circuit. Das Annapurna-Massiv ist eine beliebte Wanderregion im Himalaya-Land. Die Flugstrecke Pokhara-Jomsom gilt als eine der unfallträchtigsten Strecken in Nepal. Laut der Nepali Times sind seit 1997 mindestens 74 Menschen bei fünf Flugzeugabstürzen auf der Strecke ums Leben gekommen.
Im Februar 2016 starben 23 Menschen bei einem Verkehrsunfall. Ein Propellerflugzeug der Tara Air stürzte in der Bergregion Zentralnepals ab, und das ausgebrannte Schiffswrack wurde später auf einem Berg entdeckt. Niemand hatte überlebt. Die Maschine war zuvor auf der Straße von Pokhara nach Jomsom verschwunden.