10.06.2022 17:58 (Akt. 10.06.2022 19:54)
Tragischer Bergunfall am Spripsenjoch im Kaisergebirge © APA
Der 30-jährige deutsche Kletterer, der am Donnerstag am Wilden Kaiser unter einer Steinlawine verschüttet wurde, konnte nur noch tot geborgen werden.
Einsatzkräfte des Heeres, der Alpinpolizei und der Bergwacht sowie der Feuerwehr Kufstein konnten den Mann am Freitagnachmittag ausfindig machen, sagte APA-Polizeisprecher Stefan Eder. Die Leiche des Mannes war bereits mit einem Helikopter ins Tal geflogen worden. Die Rettung war sehr schwierig gewesen.
Elite deutscher Soldat
Eine großangelegte Suchaktion musste am Donnerstagnachmittag aus Sicherheitsgründen abgesagt und das Landesamt für Geologie gerufen werden. Der Bergsteiger, der nach Angaben der deutschen Nachrichtenagentur dpa Soldat im Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr war und sich zum Heeresbergführer ausbilden ließ, wurde beim Abstieg in die Gemeinde Kirchdorf von großen Blockaden getroffen. (Bezirk Kitzbühel) und unter einer Steinlawine begraben. Laut Landesgeologen seien etwa 50 Kubikmeter Gestein explodiert, erklärte Eder die Dimension.
Eingefangen von Steinmassen
Der Mann war mit vier weiteren Begleitern unterwegs, die sich gerade von dem 40 Meter hohen Felsen abseilten. Nach Angaben der Exekutive lösten sich die Kletterer am Fuß der Wand vom Kletterseil und gingen auf einem Pfad zurück zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg zu diesem Startpunkt sieht es so aus, als wäre der 30-Jährige von den Steinmassen getroffen worden. Seine Teamkollegen, die bereits am Startpunkt waren, hörten ein lautes, dumpfes Geräusch. Sie waren unverletzt.