Einbrüche in vier Bundesländern: Polizei befürchtet Millionenbetrug mit Hilfe von Crown

Aktualisiert am 31.5.2022 um 14:51 Uhr

  • Rund zwei Dutzend Geschäfte und Privatwohnungen werden in einem Großeinsatz in vier Bundesländern von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht.
  • Fünf Hauptverdächtige sollen mit Hilfe von Corona geschummelt haben.
  • Die Ermittler schätzen den Schaden auf Millionen.

Weitere aktuelle News finden Sie hier

Angebliche Betrüger aus vier Bundesländern sollen während der Corona-Pandemie Not- und Überbrückungshilfe falsch abgerechnet und dadurch Schäden in Millionenhöhe verursacht haben.

Wegen des Verdachts auf Bandenbetrug haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag bei einem Großeinsatz 25 Gegenstände von fünf Hauptverdächtigen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg durchsucht.

Bei mehr als der Hälfte der Durchsuchungen liege der Schwerpunkt des Einsatzes in Ostfriesland in Niedersachsen, sagte Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, der Deutschen Presse-Agentur. Etwa 120 Einsatzkräfte waren im Einsatz und auch Spürhunde.

Die Polizei sucht in Ostfriesland nach einem privaten Sportpavillon

Neben Geschäften und Privatwohnungen wurde im ostfriesischen Wiesmoor auch ein privat betriebener Sportpavillon durchsucht. Beamte holten morgens Kisten und mobile Bildschirme aus der Lobby und luden sie in Einsatzfahrzeuge.

Wie „Spiegel“ und „Ostfriesen-Zeitung“ berichten, soll es sich bei dem Raum um die Zentrale eines Beratungsunternehmens handeln, dessen Betreiber im Zentrum der Ermittlungen steht. Die Polizei machte keine weiteren Angaben zu ihm und den anderen vier Hauptverdächtigen im Alter zwischen 26 und 62 Jahren.

Niemand wurde festgenommen. Aber „es besteht der Verdacht, dass es sich um ein verdächtiges kriminelles Netzwerk handelt“, sagte Ellermann.

Die Männer sollen etwa 26 Millionen Euro an Hilfe gefordert haben

Die Männer stehen im Verdacht, in Niedersachsen und anderen Bundesländern für eigene Zwecke und für verantwortliche Unternehmen während der Corona-Pandemie mit “vorsätzlich falschen Angaben” in 104 Fällen in der Corona-Soforthilfe und in 259 insgesamt rund 26 Millionen Euro ausgegeben zu haben Fälle. in der Überbrückungshilfe nach Antragstellung.

Ein Polizeisprecher sagte, es werde noch ermittelt, inwieweit den verantwortlichen Kleinunternehmern die Höhe der mutmaßlich illegalen Zahlungen bekannt sei. Forscher gehen jedoch bereits von einem angeblichen Schaden von mehreren Millionen Euro aus.

Bei Durchsuchungen in Hamburg, Neumünster, Bonn, Oldenburg, Aurich, Wiesmoor und anderen ostfriesischen Gemeinden stellten die Beamten Rechnungen, digitale Speichermedien, Mobilgeräte, Bargeld und hochwertige Uhren sicher. Zudem wurden Vermögensarreste in Höhe von 3,5 Millionen Euro erlassen.

Lesen Sie auch: Das sind Millionen: Die Polizei führt eine Großrazzia gegen Clan-Kriminalität durch

Der niedersächsische Innenminister kritisiert den Betrug

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sagte in einer Erklärung, intensive und länderübergreifende Polizeiarbeit habe das umfangreiche Verfahren zum Erfolg geführt.

„Gerade in den letzten Jahren sind viele Unternehmen und Privatpersonen durch die Pandemie in Abhängigkeit von staatlichen Hilfsprogrammen geraten. Daher ist es besonders verabscheuungswürdig, wenn Einzelne versuchen, diese Programme auszunutzen, um sich illegal zu bereichern“, sagte der SPD-Politiker.

“In diesem Zusammenhang ist es mir besonders wichtig, diese wenigen abzuwickeln und das Geld zurück zu bekommen.”

Auch der Präsident des Polizeipräsidiums Osnabrück, Michael Maßmann, lobte den Einsatz als Erfolg. „Uns ist es gelungen, ein verdächtiges kriminelles Netzwerk im Bereich Subventionsbetrug aufzubrechen. Wir konnten die Finanzbehörden vor Schäden in Millionenhöhe schützen“, sagte Maßmann.

Gesucht wurde der Betreiber mehrerer Kronenprüfstationen

Auch die Räume einer 31-jährigen Frau aus Aurich wurden bei dem Einsatz am Dienstag durchsucht. Gegen sie läuft bereits ein Verfahren wegen gewerbsmäßigen Abrechnungsbetrugs.

Als Betreiberin mehrerer Kronen-Teststationen soll sie der Niedersächsischen Krankenkasse nicht durchgeführte Tests in Rechnung gestellt und einen Schaden von mehr als einer Million Euro verursacht haben.

Deshalb hatten Polizei und Staatsanwaltschaft bereits Ende März mehrere Liegenschaften in Aurich, Hannover und Oldenburg durchsucht. Inwieweit sie in die neuen Betrugsfälle verwickelt ist, ist noch nicht klar. Die Frau spiele eine Rolle in dem Prozess, sei aber nicht der Hauptverdächtige, sagte Polizeisprecher Ellermann.

Polizisten in Kampfmontur stürmten am Freitag eine Kundgebung und holten Hunderte Demonstranten per Lastwagen ab. Dies löste Durchsuchungen aus. (dpa/ari)

Aktualisiert am 4.4.2022 13:24

WhatsApp-Betrügereien haben in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Das teilte die Polizei mit. Allein in diesem Jahr gab es fast 200 Betrugsmeldungen durch den Kurierdienst.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *