Unregelmäßig, fehlerhaft, anfällig: Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zeigte im WM-Jahr gegen den Gegner der vermeintlich leichtesten Gruppe der Nations League Schwächen. Bundestrainer Hansi Flick trennte sich in Budapest gegen Ungarn erst im vierten Länderspiel in Folge mit einem 1:1 (1:1) und offenbarte einen deutlichen Leistungsabfall im Vergleich zum Unentschieden gegen den europäischen Vizemeister England vier Tage zuvor.
Deutschland spielt in Budapest nur 1:1 – Werner hat Pech
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Jonas Hofmann (9.) brach mit seinem Tor zumindest Flicks Rekord, der auch in seinem zwölften Länderspiel als DFB-Trainer ungeschlagen blieb. Zsolt Nagy (6.) hatte defensiv einem gut organisierten Ungarn die Führung gebracht. Mit Blick auf das WM-Finale in Katar (21. November bis 18. Dezember) hat Flick nach dem schwächsten Auftritt unter seiner Regie noch viel Arbeit vor sich: Kaum vorgerückt, defensiv stand seine Mannschaft nicht fest.
Im Vergleich zum 1:1 am Dienstag bei den Three Lions nahm der 57-Jährige in seiner Startelf vier Veränderungen vor. Leon Goretzka, der beim letztjährigen EM-Gruppenspiel in München zum 2:2 traf und dann vor Ungarns „Schwarzem Block“ mit den Händen einen Chor formte, stand ebenso in der Startelf wie Thilo Kehrer, Niklas Süle. und Timo Werner.
Ilkay Gündogan, Lukas Klostermann, Thomas Müller (alle auf der Bank) und der verstorbene Antonio Rüdiger mussten dem Quartett weichen. In der Innenverteidigung spielten erstmals die künftigen Dortmunder Nico Schlotterbeck und Niklas Süle zusammen. Bei Ballbesitz bildeten sie mit PSG-Profi Kehrer einen Dritten, dann rückte Linksverteidiger David Raum nach.
Beim Aufwärmen wurde die deutsche Mannschaft von einem lautstarken Pfeifkonzert begleitet; Als die Nationalhymne gespielt wurde, gab es jedoch keine Unmutsbekundungen aus der vollen Menge der Puskas-Arena.
Ein Pass zur Seite brachte die Abwehr aus der Position, die auf das Tor durchrutschte. In der deutschen Abwehr fehlte es an Koordination, Manuel Neuer konnte den Kopfball des Freiburgers Roland Sallai abwehren, bei Nagys Schuss aus wenigen Metern war der Kapitän machtlos.
Die deutsche Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der 50. Minute fand Schlotterbecks Gladbacher Hofmann eine Lücke in der linken Außenverteidigung der Gäste, aber sein Schuss wurde vom Torhüter problemlos gehandhabt.
Danach flachte das Spiel schlagartig ab. Deutschland versuchte, das Match zu machen, fand aber fast nie Lücken. Der Bau des Zentrums schien langsam. Ungarn machte es dem viermaligen Weltmeister erwartungsgemäß dank guter Organisation schwer und konterte gefährlich.
Nach kurzem Gerangel mit dem Verteidiger schlenzte Schlotterbeck den Ball schließlich ins Netz. Schlotterbeck wurde nach seiner zweiten Gelben Karte im Spiel vom Platz gestellt.
In der 40. Minute hat der defensiv nicht immer solide Hoffenheimer Raum mit einem schwächeren Rechtsstoß zumindest ein weiteres offensives Lebenszeichen gesetzt, drei Minuten später zog der knapp punktgleiche Mittelstürmer Timo Werner ab. Ungarn hatte deutlichere Chancen, in der 44. Minute stoppte Neuer hervorragend mit dem Fuß vor Attila Fiola.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das deutsche Spiel farblos. Flick hingegen hatte einen schrecklichen Tag. Mitte der zweiten Halbzeit ersetzte Gündogan den wirkungslosen Goretzka. Erst in der 72. Minute kam es zur nächsten sehenswerten Offensivszene: Kai Havertz ließ den auffälligen Hofmann frei, die Hereingabe auf Werner ging nicht. In der Schlussphase ersetzte Müller den unglücklichen Chelsea-Stürmer. Neuer reagierte glänzend auf einen Distanzschuss von Daniel Gazdag (81.).
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