Elga-Chef gegen „Rastersuche mit Gesundheitsdaten“

Zum Jahresende tritt Franz Leisch als Geschäftsführer der Elga-GmbH zurück. Rückblickend kritisiert er gravierende Kommunikationsprobleme mit dem Gesundheitsministerium und erklärt, warum die Impfpflicht für ihn nicht nur ein rechtliches Problem, sondern auch ein „persönliches No-Go“ wäre.

Früher schätzten Politiker Faktenkritik, jetzt fühlen sie sich “unwohl”. Das ist das Resümee von Franz Leisch. Elgas Geschäftsführer lässt ihren Vertrag zum Jahresende auslaufen. Auch das Verhältnis zum Gesundheitsminister ist nicht das beste. Zuletzt erhielt Leisch eine öffentliche Rüge von Johannes Rauch, weil die Elga GmbH, die Impfdaten verwaltet, bezweifelt, dass die Impfpflicht überhaupt mit dem EU-Datenschutzrecht vereinbar ist.

Im „Presse“-Interview spricht Leisch über gravierende Kommunikationsprobleme mit der Politik, die die für Digitalisierung zuständige Elga GmbH nicht in wichtige Computerprojekte einbindet, und erklärt auch, warum sie nicht nur ein rechtliches, sondern auch ein persönliches Problem hat. . mit der Impfpflicht, denn: „Es ist für mich eine Unpersönlichkeit, aus Gesundheitsdaten Sanktionen zu generieren.“ Und sie analysiert die Problematik heimischer Datensilos, also warum österreichische Gesundheitseinrichtungen Daten sammeln, aber nicht teilen wollen.

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