EM 2022: Das ist der grösste Star des Schweizer Gegners Schweden

Michael Wegmann und Bettina Brülhart aus Leeds

Die Schweden sind absolute Weltklasse im Fußball. Da sind Caroline Seger (37), Fridolina Rolfö (28) und Stina Blackstenius (26). Aber Kosovare Asllani ist Schwedens größter Star. Sie schießt Tore und schießt Tore auf dem Feld. Wie beim 1:0 gegen Holland, als er einen Tunnel zu Nouwen macht und dann den Überblick behält und den Ball perfekt auf Andersson legt.

Außerhalb des Spielfelds ist sie ein Vorbild für alle schwedischen Immigrantinnen. Er wurde in Kristianstad geboren, ein Jahr nachdem seine Eltern mit seinen beiden Brüdern sein Heimatland verlassen hatten und 1988 nach Schweden ausgewandert waren. Er trägt den Spitznamen Kosovare, wahrscheinlich eine Hommage an das Heimatland seiner Eltern.

Sein Herz gehört zwei Ländern

Dass der Kosovare 27 Jahre später mit Schweden olympisches Silber gewann – ausgerechnet in Rio 2016, wo der Kosovo erstmals als eigenständige Nation teilnahm – ist eine gute Geschichte. “Ich bin sehr stolz darauf, in Schweden zu spielen, und ich habe den Kosovo in meinem Herzen. Diese Medaille ist nicht nur für Schweden, sondern auch für den Kosovo. Mein Herz gehört beiden Ländern”, sagte er gegenüber Fifa.com. Er hat auch den zweiköpfigen Adler auf der Achillessehne tätowiert.

Asllani ist seit langem ein Publikumsliebling in Schweden. Sogar Leute, die kein Fußballspiel gesehen haben, schreiben ihm. Sie kennen sie aus den Kinderbüchern, die über sie geschrieben wurden, was sie zu einem Vorbild für fast jedes Mädchen macht, das den schwedischen Fußball liebt.

Der Vergleich mit Ibrahimovic

Natürlich vergleicht er sich hier und da mit Zlatan Ibrahimovic. Der schwedische Weltstar, der wie sie Wurzeln auf dem Balkan hat. Auf den Vergleich angesprochen, sagte Asllani einmal dem schwedischen Aftonbladet: „Ich möchte mit keinem Spieler verglichen werden, auch nicht mit Zlatan. Es gibt keine Ähnlichkeiten.“

Nicht ganz richtig. Wie Ibrahimovic beeilt sich Asllani nicht mit Worten. Nachdem er Real Madrid verlassen hatte, sagte er: “Ich habe das Gefühl, dass der Verein in den falschen Händen ist. Es gibt eine Kultur, die für die Spieler nicht gesund ist.”

Außerdem kommt „Kosse“ genauso oft aufs Feld wie „Ibra“. 43 Tore in 160 Spielen mit Schweden. Die Auswahl ist gewarnt!

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