EMA empfahl Zulassung von Omicron-Impfstoffen gegen Corona

Aus . – 01.09.2022 15:05 (Veranstaltung 01.09.2022 18:12)

Die EMA hat am Donnerstag die Zulassung von Omicron-Impfstoffen gegen das Coronavirus empfohlen. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Betreff)

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) gibt grünes Licht für zwei Impfstoffe, die an die Omicron-Variante des Coronavirus angepasst sind.

Ein Expertengremium der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hat den Weg für zwei an die Omicron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna frei gemacht. Das gab die EMA am Donnerstagnachmittag bekannt. Die Europäische Kommission muss nun formal über die Zulassung entscheiden. Laut EMA wurde die Zulassung für Personen ab zwölf Jahren empfohlen, die mindestens kerngeimpft gegen SARS-CoV-2 sind.

Die EMA hat die Zulassung von omicron-Impfstoffen gegen Corona empfohlen

Wie ein Sprecher der EU-Kommission sagte, werden die Brüsseler Behörden die Entscheidung der EMA sehr schnell akzeptieren. Ob das noch am selben Tag geschieht, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung der EMA betrifft Anträge von Biontech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna auf Zulassung sogenannter bivalenter mRNA-Impfstoffe, die einen Schutz gegen das ursprüngliche Sars-CoV-2 und gegen die omicron-Sublinie BA.1 bieten sollen. In Österreich oder Deutschland spielen diese Viren keine Rolle mehr. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass dieser Impfstoff auch gegen die derzeit kursierenden Omicron-Sublinien besser wirkt.

Damit haben die EMA und die EU-Kommission den Weg für neue Impfkampagnen geebnet

Mit der Entscheidung der EMA und der EU-Kommission ist der Weg frei für die Fortsetzung der Impfkampagnen. Österreichs Nationale Impfkommission (NIG) hat gestern die Corona-Auffrischungsimpfung für alle Menschen ab zwölf Jahren empfohlen. Bisher galt die vierte Punktempfehlung für Menschen ab 60 Jahren. Nachdem der speziell auf die Omicron BA.1-Variante angepasste Impfstoff am Donnerstag wie erwartet grünes Licht von der EMA erhalten hat, soll der auf die aktuelle BA.4/BA.5-Variante angepasste Impfstoff einige Wochen später folgen.

In Österreich werden nächste Woche Impfstoffe erwartet

Österreich hat 2,54 Millionen Dosen des bivalenten Impfstoffs Moderna BA.1 und 1,51 Millionen Dosen des bivalenten Impfstoffs Pfizer BA.1 bestellt. Das Gesundheitsministerium erwartet die Lieferung der angepassten Version der Impfstoffe für alle EU-Mitgliedsstaaten nächste Woche. Sobald die ersten Dosen der bivalenten Impfstoffe in Österreich verfügbar sind, können sie gemäß den NIG-Empfehlungen als Auffrischimpfung eingesetzt werden.

„Die heutige positive Bewertung der ersten beiden variantenangepassten mRNA-Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna durch die Europäische Arzneimittelagentur ist wichtig, um die Europäer vor dem wahrscheinlichen Risiko von Infektionsausbrüchen im Herbst und Winter zu schützen“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides . „Wir werden uns jetzt um eine beschleunigte Zulassung dieser Impfstoffe bemühen, um sicherzustellen, dass sie schnell in der gesamten EU eingesetzt werden können.“

Starke Immunreaktionen bei Geimpften, fast keine Nebenwirkungen

Die EMA stellte fest, dass die angepassten Impfstoffe bei zuvor geimpften Personen starke Immunantworten gegen die Sublinie omicron BA.1 hervorriefen. Studien haben insbesondere gezeigt, dass sie in dieser Hinsicht wirksamer sind als die bisher verwendeten Impfstoffe. Die Nebenwirkungen sind mit denen früherer Impfstoffe vergleichbar und meist mild und von kurzer Dauer.

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