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Obwohl der Bierabsatz wieder auf Vor-Corona-Niveau zurückgekehrt ist, machen steigende Strom- und Gaskosten den Vorarlberger Brauereien zu schaffen. Die Brauerei Frastanz und die Brauerei Fohrenburg hatten ihre Preise erhöht, um die Kosten abzufedern, aber das allein reichte nicht.
03.08.2022 19.22
Online seit gestern, 19:22
Die Brauerei Frastanz hat im Frühjahr die Bierpreise um sieben Prozent angehoben, aber es reicht immer noch nicht. „Nun haben wir uns aufgrund der allgemeinen Situation entschieden, noch ein wenig an der Sache zu feilen. Auch im Herbst wird es wieder eine kleine Preiserhöhung geben, die zwischen fünf und sieben Prozent liegen wird“, erklärt kaufmännischer Leiter Oliver Müller.
Die Energiekosten müssen ausgeglichen sein
Bierbrauen verbraucht viel Energie. Für die Kühlung wird viel Strom, Wasser und vor allem Gas benötigt. Auch Brauereien leiden unter steigenden Kosten. Auch wenn das Bier teurer ist, werden die Mehrkosten nicht übernommen.
„Ein kleines Beispiel: Im Durchschnitt haben wir eine Gasrechnung von etwa 100.000 bis 150.000 Euro und dann sind es zwischen 600.000 und 700.000 Euro“, rechnet Müller vor. Diese Kosten kann man nicht so einfach auffangen, man muss sie gewissermaßen weitergeben: „Wir werden einfach dazu gezwungen“, bedauert Müller. Allerdings ist teureres Benzin immer noch besser als nichts.
Vorarlberger Brauereien sind zufrieden
Die Brauereien in Vorarlberg sind mit dem diesjährigen Bierabsatz recht zufrieden. Nach zwei Jahren CoV-Pandemie wird genauso viel Bier gekauft wie vor der Pandemie. Allerdings wirken sich hohe Energiekosten auf den Bierpreis aus.
Bierverkauf auf Vor-Corona-Niveau
Zu Hause wurde während der CoV-Pandemie viel Bier getrunken. Inzwischen hat sich der Konsum aber wieder in die Gasthäuser verlagert. Die Gastronomie macht rund 60 Prozent des Geschäfts der Brauerei Fohrenburg aus.
Dadurch sei der Bierabsatz wieder auf Vor-Corona-Niveau zurückgekehrt: „Wir sind sehr zufrieden. Durch die vielen Veranstaltungen, gerade bei Festen, holen jetzt viele nach, was in den letzten Jahren auf unserem Hof nicht möglich war.“ leer”, sagt Geschäftsführer Wolfgang Sila. Bei den Veranstaltungen ist das ganze Bier aus: „Das Bier fließt“, sagt er.
Aber auch die Brauerei Fohrenburg erhöhte im Mai den Bierpreis um fünf Prozent. Allerdings ist man in der glücklichen Lage, dass Bierflaschen mehrfach verwendet werden und somit der Bedarf an neuem Glas nicht so hoch ist. Noch kann man es bis Ende des Monats schaffen, aber alles wird immer teurer. Ob und wie viel Fohrenburger Bier teurer wird, ist noch nicht entschieden.