Erdbeben der Stärke 4,2 in Deutschland
Auch in der Schweiz stockte es
Am Samstagnachmittag um 13.47 Uhr bebte die Erde nahe der deutschen Stadt Albstadt an der Grenze zur Schweiz mit einer Stärke von 4,2. Die Beben waren in fast der gesamten Deutschschweiz zu spüren.
Gepostet: 09.07.2022 um 13:57
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Aktualisiert: 10.07.2022 um 20:15 Uhr
Plötzlich erzitterte das ganze Gebäude. Auch im Büro der Blick-Redaktion im Zürcher Seefeld war das Beben kurz vor 14 Uhr deutlich zu spüren. Das Spektrum dauerte einige Sekunden.
Wenige Minuten später bestätigte der Erdbebendienst der ETH Zürich: «Erdbeben um 13:47 Uhr mit einer Magnitude von etwa 4.4 bei Tuttlingen (D). Es war weit verbreitet. Mögliche kleinere Schäden.» meldete der automatisierte Twitter-Bot @seismoCH_D. Später das Epizentrum wurde in Albstadt (D) korrigiert und die Magnitude auf 4,2.
Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von acht Kilometern. Bei der seismischen Gefährdungsstufe hat es Stufe 1 (keine oder geringe Gefahr).
Auf Twitter sind unzählige Berichte von Usern zu lesen, denen das Erdbeben von Stuttgart (D) bis in die Ostschweiz ebenfalls aufgefallen ist.
„Mini half chuchi het grunyit“, schreibt ein Schweizer Twitter-Nutzer. Ein anderer User war beim Mittagessen richtig: “Unser Esstisch hat gezittert.” Und andere merkten erst gar nicht, was los war: „Das einzige Erdbeben, das ich mitbekommen habe, habe ich nicht gesehen. Er war im Halbschlaf und dachte, der Kühlschrank vibriert …“
Auch Googles Android-Erdbebensystem war betroffen: Sucht man nach «Erdbeben Schweiz», sieht man, dass die Sensoren auf Android-Handys den Erdbebenherd bei Hirrlingen (D) lokalisieren.
Schwäbische Alb als aktive geologische Zone
Später am Nachmittag konnte der ETH-Erdbebendienst weitere Details mitteilen: „Das Erdbeben ereignete sich bei Hechingen, nordwestlich von Albstadt, auf dem weichen Jura, etwa 65 km von der Grenze zur Schweiz entfernt, in einer Tiefe von etwa 8 km“.
Das Beben war in der Nordschweiz rund um Luzern (ca. 150 km entfernt) weit verbreitet. Das zeigen die mehr als 330 Meldungen, die in den ersten 30 Minuten nach dem Erdbeben beim Erdbebendienst eingegangen sind.
„Das weiche Juragebiet ist eine bekannte seismische Zone, die immer wieder von Erdbeben erschüttert wird. 1978 beispielsweise beschädigte ein Erdbeben der Stärke 5,7 etwa 8.500 Gebäude und verletzte 25 Menschen.
Wenn Sie das Zittern auch gespürt haben oder etwas kaputt gegangen ist: Bitte schreiben Sie es unten in die Kommentare!