Koronare Herzkrankheit: Rübensaft wirkt entzündungshemmend
Frühere Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Rüben zu einer Senkung des Blutdrucks führen kann. Nun zeigen neuere Forschungsergebnisse, dass das Trinken eines Glases Rübensaft pro Tag mit einer Verringerung der Entzündung zusammenhängt. Dieser Effekt könnte bei der Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße nützlich sein.
Forscher der Queen Mary University of London haben gezeigt, dass ein tägliches Glas Rübensaft schädliche Entzündungen reduziert. Die Wirkung beruht auf dem anorganischen Nitrat der Rüben. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich auf der Konferenz der British Cardiovascular Society in Manchester vorgestellt.
Bei koronarer Herzkrankheit sinkt der Stickoxidspiegel
Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist einer der führenden Risikofaktoren für Herzinfarkt und weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Eine der Auswirkungen von Herzerkrankungen ist, dass sie die Menge an Stickstoffmonoxid reduzieren, das normalerweise vom Körper selbst produziert wird.
Stickstoffmonoxid ist jedoch für eine gute Gesundheit unerlässlich. Unter anderem hilft es, den Blutdruck zu regulieren und wirkt zudem entzündungshemmend.
Rüben sind reich an anorganischen Nitraten
Menschen mit koronarer Herzkrankheit leiden oft unter chronischen Entzündungen, die die Arterien verengen und das Risiko für Herzinfarkte erhöhen können. Rüben sind reich an anorganischen Nitraten, die laut Studienleiter Dr. Asad Shabbir wirkt diesen Entzündungen entgegen.
Anorganisches Nitrat wirkt Entzündungen entgegen
„Unsere Forschung legt nahe, dass ein tägliches Glas Rübensaft eine Möglichkeit sein könnte, anorganische Nitrate in die Ernährung aufzunehmen und somit schädliche Entzündungen zu verändern“, berichtet Dr. Shabbir in der britischen Zeitung The Guardian.
Studiengang
Für die Studie erhielten 114 gesunde Teilnehmer sieben Tage lang täglich 140 Milliliter Rübensaft. Eine Typhusimpfung hatte zuvor bei 78 der Probanden eine vorübergehende Entzündung verursacht. 36 Teilnehmer erhielten eine Creme, die eine lokale Entzündung der Haut verursachte.
Die Hälfte der Kohorte erhielt nitratreichen Rübensaft, während die andere Hälfte nitratarmen Rübensaft erhielt.
Studienergebnisse
Nach sieben Tagen konnten die Forscher dokumentieren, dass diejenigen, die Rübensaft mit hohem Nitratgehalt erhielten, sich schneller von der Entzündung erholten als die Gruppe, die den nitratfreien Saft erhielt.
Bei denjenigen, die den Typhus-Impfstoff erhielten, bewirkte der nitratreiche Saft, dass die Endothelzellen der Blutgefäße ihre Funktion schneller wiederherstellten. Diese Gruppe hatte auch höhere Stickoxidwerte in Blut, Urin und Speichel als die Gruppe, die den nitratfreien Saft erhielt.
Auch der durch die Creme verursachte Hautausschlag heilte in der Gruppe mit hohem Nitratgehalt an Rübensaft schneller ab als in der Kontrollgruppe. Die Forscher konnten eine Verringerung der durch Nitrat verursachten lokalen Entzündungswerte dokumentieren.
Fazit
Insgesamt deutet die Forschung darauf hin, dass eine Erhöhung des Gehalts an anorganischem Nitrat in der Nahrung dazu beitragen könnte, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
Klinische Studien sollten nun folgen, um zu sehen, ob eine nitratreiche Ernährung das Risiko eines Herzinfarkts verringern kann. (Vb)
Autor und Informationsquelle
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und sollte nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.