Aktualisiert am 3. Juni 2022, 17:17 Uhr
Das Gesundheitsamt teilte am Freitagnachmittag mit, dass eine Affenpocken-Infektion nachgewiesen worden sei. Die Kontaktverfolgung ist bereits aktiv.
1/2
Ein Mann aus Basel wurde positiv auf Affenpocken getestet. (Symbolfoto)
20min / Michael Scherrer
Ein Ausschlag und Pusteln gehören zu den letzten Symptomen von Affenpocken. Der Verlauf ist in der Regel mild, sollte aber von medizinischem Fachpersonal überwacht werden.
CDC
In Basel wurde der erste Fall von Pocken festgestellt, wie das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt am Freitag mitteilte. Der betroffene Mann hat sich in Europa angesteckt und hat leichte Symptome. Vereinzelt klärt das Contact-Tracking-Team weitere mögliche Kontakte ab.
Am 21. Mai wurde der erste Pockenfall in der Schweiz im Kanton Bern gemeldet. Ein zweiter Fall folgte am 24. Mai im Kanton Genf, ein dritter am 26. Mai im Kanton Zürich. Zum 30. Mai lag die Zahl der bekannten Fälle weltweit bei über 250. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht jedoch nicht davon aus, dass es eine Pandemie wie beim Coronavirus geben wird. Auch das BAG geht davon aus, dass es nur zu begrenzten Ausbrüchen kommen wird, in der Schweiz aber mit neuen Fällen zu rechnen ist.
21 Tage zwischen Infektion und Ausbruch
Zu den Symptomen der Affenpocken gehören laut BAG stark geschwollene Lymphknoten, hohes Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Erschöpfung. Ein paar Tage später folgte ein blasenbildender Ausschlag, gefolgt von Pusteln, die sich später einnisten würden. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Erkrankung vergehen laut WHO etwa 21 Tage.
Das BAG empfiehlt, Personen mit Verdacht auf Affenpocken sofort zu isolieren und sich an die zuständige Behörde zu wenden. Auf diese Weise können Personen mit engem Kontakt identifiziert werden. Für Affenpocken gibt es derzeit keine Quarantäne, der allgemein milde Krankheitsverlauf sollte jedoch medizinisch überwacht werden.