- Rafael Nadal (ATP 5) krönt sich in Paris zum 14. Mal zum Champion der French Open.
- Der Spanier gewann das Endspiel gegen Casper Ruud (NOR/ATP 8) in 2:18 Stunden mit 6:3, 6:3, 6:0.
- Der 36-Jährige baut seine Bilanz mit weiteren Grand-Slam-Titeln auf 22 Treffer aus.
Rafael Nadal musste sein bestes Tennis nicht auspacken. Das Tennis, mit dem er schon unzählige magische Momente auf der „roten Asche“ von Paris erlebt und sowohl Fans als auch Gegner ungläubig zurückgelassen hat.
Natürlich kämpfte Casper Ruud so hart er konnte, aber es reichte nicht einmal, um Nadal auf dem Court von Philippe Chatrier zu bedrohen. Und so war es logisch, dass Weihnachten nach 2:18 seinen 14. Musketeers Cup feiern konnte.
Mit dem jüngsten Sieg konnte Nadal nicht nur seinen Status als bester Sandspieler aller Zeiten festigen, sondern auch die Bilanz der meisten Major-Titel ausbauen. Er hat aktuell 22 Trophäen, seine engsten Konkurrenten Roger Federer und Novak Djokovic jeweils 20 Grand-Slam-Erfolge.
Rafael Nadal Roger Federer Novak Djokovic Australian Open 2 Titel: 2009, 2022 6 Titel: 2004, 2006, 2007, 2010, 2017, 2018 9 Titel: 2008, 2011, 2013, 2013, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012 20210 French Open 14 Titel: 2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2017, 2018, 2019, 2020, 20202020202020202020202020201018 Titel: 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2012, 2017, 2017 6 Titel: 2011, 2015, 2018, 2019, 2021 US Open 4 Titel: 2017, 2010, 2013, 2012, 2012, 701, 2012, 701, 2017, 2017 2006, 2008 3 Titel: 2011, 2018 Gesamt5, 2 Titel 20 Titel 20 Titel
Am Anfang steht kein glamouröses Tennis
Beide Spieler waren nervös und fehlerhaft gestartet, Weihnachten etwas weniger als ihr Gegenüber. Zweimal in Folge konnte der Mallorquiner die Dienste des 23-Jährigen übernehmen.
Auch dem eigenen Service durfte er nicht gerecht werden: In der 48. Minute und nach Ballverwertung im ersten Satz stand das Spiel trocken bei 6:3.
Beide Spieler verbesserten sich im Laufe des Spiels. Im zweiten Satz nutzte Ruud die Pause zum 3:1. Nadal schien verletzt, aber wie so oft in seiner Karriere – und besonders in Paris – gelang es ihm, sein Niveau unter Druck zu steigern. Rund 15 Minuten später führte der „Sandkönig“ mit 4:3 und gewann wenig später auch den zweiten Durchgang.
Triumph trotz gebrochenem Fuß
Vor dem Turnier gab es wenig Hinweise auf einen weiteren Titel zu Weihnachten. Beim Vorbereitungsturnier in Rom scheiterte er im Achtelfinale. Die Sorge um seinen verletzten linken Fuß nahm zu.
Das Müller-Weiss-Syndrom, an dem er seit Jahren immer häufiger leide, sei mittlerweile so schwer, dass es ihm auch im Alltag chronische Schmerzen mache, räumte Nadal kürzlich ein. Das ist der Hauptgrund, warum der Spanier zuletzt mehrfach betont hatte, dass jedes Match zumindest in Paris sein letztes sein könnte.