Zwei Tage vor der erwarteten Lockerung der strengen Auflagen der Krone in Shanghai herrscht in der chinesischen Wirtschaftsmetropole noch große Unsicherheit darüber, wie man aus der Blockade herauskommt. Unternehmen konnten den Betrieb bereits wieder aufnehmen. Die meisten der 25 Millionen Menschen waren am Montag noch nicht informiert, wann sie ihre Wohngebiete wieder verlassen könnten.
Privatfahrzeuge durften zunächst nicht ohne vorherige Genehmigung auf den Straßen fahren, auch ein Großteil des öffentlichen Nahverkehrs ruhte noch. Shanghai gab am Sonntag bekannt, dass die seit zwei Monaten bestehende Blockade ab Mittwoch im Wesentlichen aufgehoben wird.
Weniger als 100 gemeldete Infektionen
240 Finanzinstitute sollen dann wieder öffnen. Ein Mitarbeiter einer ausländischen Bank sagte, sein Unternehmen habe bisher nur wenige Informationen zum weiteren Vorgehen. Die Personalabteilung sagte, das Management wisse nicht, ob die Mitarbeiter am Mittwoch zur Arbeit zurückkehren könnten. „Nichts ist klar, und die Bank hat keine Ahnung“, sagte der Banker, der sich anonym nannte.
Unterdessen berichtete die staatliche Securities Times, dass die städtischen U-Bahn-Betreiber ihre Mitarbeiter aufgefordert hätten, sich auf die vollständige Wiederaufnahme der Arbeit am Mittwoch vorzubereiten. Vier der 20 U-Bahnlinien sind derzeit in Betrieb. Im März verhängte Shanghai wegen eines Ausbruchs von Kroneninfektionen eine Blockade. Das öffentliche Leben wurde am 5. April in zwei Etappen geschlossen.
Am Sonntag wurden in Shanghai weniger als 100 Kronenfälle gemeldet. Dies spiegelt den rückläufigen Trend der Infektionszahlen in China insgesamt wider. Die Volksrepublik verfolgt eine „Null-Covid“-Strategie, die darauf abzielt, Ausbrüche der Krankheit praktisch um jeden Preis zu verhindern. Harte Maßnahmen, insbesondere in Metropolen, wirken sich auf die chinesische Wirtschaft aus, stören Lieferketten auf der ganzen Welt und verzerren den internationalen Handel.