Beim 2:3-Erfolg gegen Bremen kassierte Borussia Dortmund in den letzten Minuten einen sicher geglaubten Sieg. Auch Anthony Modeste war Werder einiges schuldig. Sportdirektor Sebastian Kehl bittet nun um Geduld.
Wartet noch immer auf sein erstes Tor im BVB-Trikot: Anthony Modeste. Allianz der Bilder
Sebastian Kehl wurde nicht nach Anthony Modeste gefragt, aber als Edin Terzic auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag seine Bemerkungen über seinen neuen Stürmer beendete, meldete sich Dortmunds Sportdirektor sofort zu Wort. Jetzt war es ihm wichtig, die Dinge richtig zu stellen.
„In den letzten Tagen wurde viel über Tony diskutiert“, sagte Kehl, der nun die Gelegenheit nutzen möchte, Modestes erste Wochen beim BVB „neu einzuordnen“. Dass ein Stürmer immer nach Toren beurteilt werde, sei ihm bewusst, sagt Kehl, aber den 33-Jährigen schon nach zwei Spielen als Fehlkauf zu bezeichnen, „finde ich nicht richtig“. Schließlich sei Modeste erst „seit zwei Wochen bei Borussia Dortmund“, sagte Kehl. Und: “Es ist eine Umstellung für ihn.”
Als Team sind wir herausgefordert, Dinge besser zu machen.
Beim 3:1-Erfolg in Freiburg zeigte sich Modeste ebenso unscheinbar wie zuletzt beim 2:3-Erfolg gegen Bremen. In beiden Spielen überspielten die Dortmunder den Ex-Kölner weitgehend, doch Terzic betonte am Donnerstag: „Nicht nur Tony hatte wenig Aktionen. Wir haben von allen Offensivspielern mehr erwartet.“
Tatsächlich tat sich die gesamte Dortmunder Mannschaft in den 90 Minuten gegen Werder schwer und brachte gerade einmal sechs Torschüsse auf den Platz. Eine Zahl, die dokumentiert, wie schwer es für den BVB war, anzugreifen. Vor dem Samstagsspiel bei Hertha BSC sagte Terzic: „Als Mannschaft müssen wir es besser machen.“
Gelingt dies, dürfte Modeste auch im Berliner Olympiastadion zu mehr Einsätzen kommen als bisher.