EU-Parlament lehnt CO2-Handel bei Verkehr und Gebäuden ab

Das Europäische Parlament konnte sich nicht auf einen Vorschlag zur Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS) einigen. Eine Mehrheit der Abgeordneten lehnte am Mittwoch die Ausweitung des Plans auf Gebäude und Verkehr ab. Der Gesetzentwurf wurde an die Umweltkommission verwiesen, um einen neuen mehrheitsfähigen Kompromiss zu finden.

„Ich finde es schade“, sagte Peter Liese (CDU), der im EU-Parlament für die Verhandlungen über den Fall zuständig ist. “Wie so oft in diesem Bericht haben Rechtsextreme, Sozialdemokraten und Grüne gemeinsam abgestimmt.” Aus Sicht von Grünen und Sozialdemokraten war der Vorschlag teilweise nicht ambitioniert genug.

Beim Emissionshandel müssen beispielsweise Teile der Industrie oder Stromerzeuger für den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie Kohlendioxid zahlen. Unter anderem wurde erwartet, dass Unternehmen ab 2025 für CO2-Emissionen ihrer Gebäude und Fahrzeuge zahlen müssen. Für Privathaushalte und Autos soll der Emissionshandel möglichst bald erst ab 2029 gelten.

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Auch andere wichtige Abstimmungen zum EU-Klimapaket wurden nach dem Scheitern der ETS-Reform verschoben. Auch die Dossiers zum geplanten EU-Grenzausgleichsmechanismus für CO2 und zum Klima-Sozialfonds werden dem Umweltausschuss übermittelt.


Die Projekte sind Teil des Klimapakets „Fit for 55“ der Europäischen Kommission. Es will die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren und bis 2050 klimaneutral werden. Damit die Gesetze des Pakets in Kraft treten, müssen sowohl das Parlament als auch die EU-Länder zustimmen.





















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