Gepostet am 31. Mai 2022, 9:50 Uhr
Die Ölpreise sind stark gestiegen, nachdem die EU-Länder einem Verbot russischer Ölimporte zugestimmt hatten.
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Die Schweiz ist von jeder Preiserhöhung betroffen. Hier Benzinpreise an einer Tankstelle in Bayern, DE.
AFP
Die Ölpreise sind stark gestiegen, nachdem die EU-Länder einem Verbot russischer Ölimporte zugestimmt hatten.
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rechnet mit einem Rückgang der russischen Ölimporte um bis zu 90 Prozent.
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Der Ölpreis ist am Dienstag stark gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) Brent aus der Nordsee 123,32 US-Dollar. Das waren 1,65 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Sorte American West Texas Intermediate (WTI) stieg um 3,47 $ auf 118,54 $.
Die Aussicht auf eine Reduzierung des russischen Angebots infolge neuer EU-Sanktionen wegen des Ukrainekriegs treibt die Ölpreise in die Höhe. Die EU-Staaten haben sich beim geplanten Ölembargo gegen Russland auf einen Kompromiss geeinigt. Auf Drängen Ungarns sollen vorerst nur die Lieferungen von russischem Öl auf dem Seeweg gestoppt werden. Pipelinetransporte sind vorerst weiterhin möglich.
Ein kleiner Teil des Rohöls stammt aus Russland
Markthändler verwiesen auf die Erklärung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als treibende Kraft hinter den Ölpreisen, wonach die Ölimporte der Europäischen Union aus Russland bis Ende des Jahres auf etwa 90 Prozent reduziert werden, mit Ausnahme von Rohren Lieferungen. Hintergrund dieser Zahl ist, dass Deutschland und Polen bereits deutlich gemacht haben, dass sie nicht von der Ölpipeline-Ausnahme profitieren wollen.
Die Schweiz bekommt nur einen kleinen Teil des russischen Rohöls. Laut «Tages-Anzeiger» waren es 2020 nur noch 0,3 Prozent. Allerdings ist die Schweiz weiterhin von einer Preiserhöhung betroffen.
(lea)