Der türkische Präsident Erdogan ist durch den Ukrainekrieg in einer starken Position. Die NATO und die EU brauchen die Türkei, aber sie sollten auch vorsichtig sein.
Es ist ein Kurswechsel mit klaren Implikationen für Europas Sicherheitsarchitektur: Schweden und Finnland werden der NATO beitreten. Dadurch wird die Nordflanke der Allianz massiv gestärkt. Dann haben Nato-Mitglieder aus dem Baltikum andere Verbündete direkt hinter sich, auch geografisch. Und Schweden und Finnland selbst können ihren eigenen Bedarf an mehr Schutz decken. Die russische Invasion in der Ukraine hat all dies in Gang gesetzt. Angesichts des aggressiven außenpolitischen Verhaltens des russischen Präsidenten Wladimir Putin überdachten die beiden nordischen Länder ihre bisherige Sicherheitspolitik. Doch ein anderes machtbewusstes Staatsoberhaupt frustrierte sie beinahe: Recep Tayyip Erdoğan.