Es war der letzte große Auftritt von Elizabeth II. (96)
Jetzt kommt die Katerkönigin
Was passiert mit der Monarchie, wenn die Königin geht? Die Zukunft sieht nicht sehr rosig aus.
Gepostet: 06.07.2022 um 00:24
Was für ein riesiges Fest! Vier Tage lang feierte Großbritannien den 70. Jahrestag der Regentschaft von Queen Elizabeth II. (96). Am Ende der Show erschien der Monarch wieder auf dem Balkon des Buckingham Palace und dankte ihm für seine Anteilnahme.
Die Königin sagte, sie sei „demütig und zutiefst schockiert, dass so viele Menschen unterwegs waren“, um ihren Platin-Geburtstag zu feiern. Er werde den Menschen weiterhin dienen, “so gut er kann, mit der Unterstützung meiner Familie”.
In ihrer Botschaft, die sie wie immer “Elizabeth R” nennt. – für Regina, lateinisch für Königin – betonte er, dass er von so viel Güte und Freude beseelt sei. „Und ich hoffe, dass dieses erneuerte Gemeinschaftsgefühl noch viele Jahre zu spüren ist.“
Der wohl letzte große Auftritt der Queen
Doch genau das bezweifeln viele königliche Experten. Und befürchten, dass nach der bombastischen Feier der Kater der Königin eintrifft. Vor allem, weil es der letzte große Auftritt des Regenten gewesen sein soll.
In den vergangenen Wochen hatte sie sich aus gesundheitlichen Gründen immer häufiger von ihrem ältesten Sohn Prinz Charles (73) und ihrem Enkel Prinz William (39) vertreten lassen. Hofinsider sagt, er wolle Ordnung schaffen und zeigen, dass seine Nachfolger zuversichtlich sind.
Dann kommt ein historischer Wendepunkt
Königliche Kritiker glauben, dass der bevorstehende Thronwechsel zu einer historischen Zäsur führen wird. “Für die meisten Menschen sind die Monarchie und die Königin dasselbe”, sagt Graham Smith von der Anti-Monarchie-Organisation Republic. Deshalb hofft er, dass das Ende der Queen auch das Ende der Monarchie einläuten wird.
Laut Meinungsumfragen unterstützen immer noch mehr als 60 Prozent der Briten die Institution. Aber die Zahl ist in den letzten zehn Jahren um zehn gute Punkte gesunken. Und diese werden noch weiter sinken, wenn der unbeliebte Charles an die Macht kommt. Der Missbrauchsskandal um den Sohn der Queen, Prinz Andrew (62), war dem Image der Krone nicht förderlich.
Auch ein Blick auf das Commonwealth of Nations lässt wenig Hoffnung auf eine für die Royals gefeierte Zukunft aufkommen: 2021 erklärte sich Barbados zur Republik, während auch Jamaika ähnliche Pläne verfolgt. Und auch die australische Regierung will sich auf ein Referendum vorbereiten.
Fakt ist: Nach dem grandiosen Abschied der Queen sieht es für die Monarchie mehr als trostlos aus.