Expertenbericht wirft Polizei vor: Versäumnisse vor Schulmassaker in Texas aufgedeckt

Der Sachverständigenbericht macht die Polizei für die Fehler verantwortlich, bevor das Schulmassaker in Texas entdeckt wurde

07.07.2022 04:26 Uhr

Im Mai tötete ein 19-jähriger Junge 19 Kinder und zwei Lehrer an einer Grundschule in Texas. Ein Gutachten kritisiert nun das Verhalten der Polizei und nennt es Unterlassung. Auch eine unverschlossene Tür hätte dem Täter das Massaker erleichtert.

Etwa sechs Wochen nach dem Massaker an einer texanischen Grundschule stellte ein Gutachten Polizeiversagen fest. Dem Bericht der University of Texas zufolge sah ein Polizist, wie sich der Schütze der Uvalde Elementary School näherte. Der Beamte bat seinen Vorgesetzten um Erlaubnis zum Schießen. “Der Vorgesetzte hat es nicht gehört oder zu spät reagiert.” Die Polizei wandte sich dann an den Vorgesetzten und bat ihn um Erlaubnis. Als er den Tatverdächtigen zurückgeben wollte, war der 19-Jährige bereits in der Schule.

Der Bericht prangerte auch andere Mängel an, die die Bluttat zumindest begünstigten. Die Außentür, durch die der Angreifer die Schule betrat, war nicht geschlossen. Ein anderer Polizist fuhr mit seinem Streifenwagen mit hoher Geschwindigkeit über den Schulparkplatz, als der Verdächtige dort war, entdeckte ihn aber nicht. „Wenn der Beamte langsamer gefahren oder sein Auto am Rand des Schulgeländes geparkt und sich zu Fuß genähert hätte, hätte er den Verdächtigen sehen können.“

Der Schütze tötete im Mai 19 Kinder und zwei Grundschullehrer, bevor er von der Polizei getötet wurde. Die Polizei wurde für ihr spätes Eingreifen an der Schule massiv kritisiert. Mehr als 75 Minuten, nachdem der Schütze das Feuer eröffnet hatte, betraten Rettungsdienste mit dem Schützen das Klassenzimmer und töteten ihn.

Die Vereinigten Staaten werden immer wieder von ähnlichen Fällen bewaffneter Gewalt erschüttert. Ein Schütze eröffnete während einer Parade zum Unabhängigkeitstag in Highland Park, Illinois, das Feuer. Bei dem Angriff am vergangenen Montag wurden sieben Menschen getötet und viele weitere verletzt. Der 21-jährige mutmaßliche Schütze gestand laut Staatsanwaltschaft die Tat.

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