- Am Morgen gab es eine heftige Explosion: Teile des Berliner Grunewalds haben inzwischen Feuer gefangen.
- Der Waldbrand breitet sich unkontrolliert aus. Die Polizei ist im Einsatz.
- Aufgrund der gelagerten Munition können Feuerwehrleute nicht in die Nähe des Feuers kommen.
Das Feuer brach mitten auf einer Sprengstelle der Polizei aus, die sich im knochentrockenen Grunewald befindet. Auf der Avus-Schnellstraße, wo sich im morgendlichen Berufsverkehr normalerweise Autos an Autos reihen, herrscht nun gähnende Leere. Das Areal ist weiträumig abgesperrt.
Diese Verwendung kann lebensbedrohlich sein.
Das Feuer breitet sich unkontrolliert weiter aus. „Wir machen uns Sorgen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Noch gibt es keine verlässlichen Informationen darüber, wie es am Ort der Explosion im Wald aussieht.
Bildunterschrift: Große Rauchschwaden steigen über dem betroffenen Gebiet im Grunewald auf. Im Moment ist das Feuer nicht eingedämmt. Reuters/Annegret Hilse
Am Morgen war eine Fläche von anderthalb Hektar betroffen. Es besteht die Gefahr weiterer Explosionen und herumfliegender Trümmer. Dieser Einsatz könne lebensgefährlich sein, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Hilfe mit Drohnen und Polizeihubschrauber
Die Munition lagert auf der Sprengstelle der Berliner Polizei im beliebten Wandergebiet Grunewald, das dort von Experten normalerweise als unbedenklich eingestuft wird. Das stellt die Feuerwehr vor große Probleme. Stunden nach Ausbruch des Feuers konnten die Feuerwehrleute das Feuer nicht erreichen. Luftaufnahmen von einer Drohne und einem Polizeihubschrauber sollen Orientierung bieten.
Bildunterschrift: Die Feuerwehr ist mit einem Großeinsatz im Einsatz. Die Verwendung ist aufgrund der Gefahr weiterer Explosionen potenziell tödlich. Reuters/Annegret Hilse
„Der Einsatz wird noch lange dauern“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein. Zudem strapaziert die sengende Hitze Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei, die häufiger ausgewechselt werden müssen.
Bisher gibt es keine Verletzten
Wohngebiete sind nach Erkenntnissen der Feuerwehr nicht gefährdet. Die nächsten Wohngebäude sind mindestens zwei Kilometer entfernt. Bisher gab es keine Verletzten. Wie es zu der Explosion in den frühen Morgenstunden des Donnerstags kam, ist nach Angaben eines Polizeisprechers noch unklar. Anwohner sagten, die Explosion sei meilenweit zu hören gewesen.
Behörden warnten die Öffentlichkeit vor dem Brand von Warn-Apps. Anwohner müssen Fenster und Türen geschlossen halten. Lüftung und Klimaanlage müssen abgeschaltet werden.