Eine kurze Reise wird zu einer Reise des Chaos
Vier Flughäfen in 24 Stunden!
Es musste ein entspannter Trip mit Freunden nach Barcelona werden. Doch nur vier Flughäfen und 24 Stunden später ist Matthias Stuber endlich am Ziel.
Veröffentlichung: 15.41 Uhr
|
Aktualisiert: vor 42 Minuten
An diesem Wochenende beginnen in vielen Schweizer Kantonen die Sommerferien, eine Bewährungsprobe für die Schweizer Flughäfen. Allein der Flughafen Zürich fertigt am Wochenende zwischen 80.000 und 90.000 Passagiere ab. «Damit ist er einer der verkehrsreichsten seit Ausbruch der Corona-Pandemie», sagt eine Sprecherin des Flughafens Zürich. Der Betrieb läuft ohne Absagen oder lange Wartezeiten.
Ob das so weitergeht, bleibt abzuwarten. Denn das Flugchaos quer durch Europa brachte auch die Flughäfen des Landes an ihre Grenzen. Aber der eigentliche Ansturm kommt erst noch. Wenn die Situation außer Kontrolle gerät, könnten viele wie Matthias Stuber (18) herauskommen.
Party nach den Abschlussprüfungen
Eigentlich hätte es für Stuber und seine drei Freunde eine entspannte Reise nach Barcelona werden sollen. Sie haben gerade die Abschlussprüfungen bestanden. Endlich ist der Weg frei, um sich in das festliche Treiben der spanischen Costa Brava zu begeben. Aber zuerst muss man einen Flug nach Barcelona nehmen, was zu einer wahren Odyssee werden soll.
Die Schwierigkeiten beginnen Wochen vor dem Abflug: Wenn der Personalmangel an europäischen Flughäfen zu einem ernsten Problem wird, zieht Easyjet die Fäden. Tausende Flüge fallen aus, auch die Verbindung zwischen Stuber und seinen Freunden ist betroffen.
schlafen am flughafen
Buchen Sie erneut und fliegen Sie von Genf zurück. Doch dann: „Als wir am Flughafen Genf aus dem Zug stiegen, erhielten wir eine SMS, dass auch dieser Flug gestrichen wurde“, erinnert sich Stuber. Die vier Freunde stehen sich gleich in der Warteschlange für die Billigairline gegenüber. Nach vierzig Minuten gelingt es ihnen endlich. Glück im Unglück: Der Flug vom Euroairport von Basel nach Barcelona hat noch genau vier freie Plätze.
Eine der letzten Verbindungen führt Sie durch die Schweiz nach Basel. «Der Rückweg nach Solothurn hätte sich nicht gelohnt, also haben wir am Flughafen Basel vier Stunden geschlafen», sagt Stuber.
Mehr als einen Tag unterwegs
Als die Maschine am nächsten Morgen um 6 Uhr abhebt, ist Stuber noch lange nicht am Ziel. „Wir mussten noch einen dreistündigen Zwischenstopp in Berlin einlegen“, berichtet Stuber. Am Nachmittag landet das Flugzeug schließlich auf spanischem Boden.
Tatsächlich, nur einen Katzensprung mit dem Flugzeug entfernt, wurde der Abstecher in das spanische Urlaubsparadies junger Freunde Ende Juni zum Marathon. “Wir haben genau 24 Stunden und 14 Minuten von Tür zu Tür gebraucht.” Trotz der wahnwitzigen Verspätung sagt Stuber: „Da wir gerade die Prüfungen bestanden hatten, war da dieses Gefühl der absoluten Freiheit. Deshalb haben wir unseren Humor nie verloren.“
Übrigens: Den Rückweg schafften die vier Freunde ohne große Mühe in wenigen Stunden.