Auch der drittplatzierte Carlos Sainz, Leclercs Stallrivale, war Verstappen sehr nahe. Der Spanier, der kürzlich in Silverstone seinen ersten Sieg feierte, hatte nur 0,082 Sekunden Rückstand. „Unglaublich knapp. Drei Autos in einer Sekunde“, kommentierte Red-Bull-Teamchef Christian Horner das Ergebnis. Sein Beifahrer Sergio Pérez wurde Vierter mit 0,420 Sekunden Rückstand.
Rekordweltmeister Lewis Hamilton beschädigte seinen Mercedes fünf Minuten vor Schluss bei einem Unfall schwer. Sein Auto schleuderte in einer schnellen Runde in den Mittelsektor, rutschte auf dem Kiesbett aus und schlug seitlich auf. „Es tut mir so leid, Leute, dass ich das Auto kaputt gemacht habe“, sagte der Brite über Funk in der Box. Sein Teamkollege George Russell folgte ihm kurz nach Wiederaufnahme der Sitzung. Der 24-Jährige verlor bei der letzten Revolte sein Auto, überschlug sich ebenfalls im Schotter und wurde als Erster hinter den Leitplanken gestoppt.
Verstappen hatte bereits im freien Training mit einer Zeit von 1:06.302 die Bestzeit gefahren. Zweiter wurde Leclerc mit 0,255 Sekunden Rückstand. Nicht ideal an einem Sprintwochenende waren zwei Stopps mit roter Flagge, die fast eine Viertelstunde auf der Uhr dauerten und den Teams weniger Zeit gaben, Konfigurationen zu finden.
Die Session wurde nach 20 Minuten zunächst bei etwas unruhigem Wind abgebrochen, da McLaren-Pilot Lando Norris sein Auto wegen eines technischen Defekts in der sechsten Kurve abstellen musste. „Unter meinem Sitz ist Rauch“, sagte der Brite, bevor er die Kabine verließ. Kurz darauf wurde eine zweite rote Flagge gefahren, da sich das Fugenmaterial von den Gehwegen gelöst hatte und auf die Start- und Landebahn gelangte.
Der zweite Saisonsprint nach Imola, bei dem erneut Punkte in der Weltmeisterschaft an die besten Acht vergeben werden, ist am Samstag um 16.30 Uhr in 24 Runden angesetzt. Zuvor findet um 12.30 Uhr das zweite freie Training statt. Beim Rennen am Sonntag (15.00 Uhr / alles live ServusTV, ORF 1 und Sky) trifft Valtteri Bottas (Alfa Romeo) vom Ende der Startaufstellung. Bei dem finnischen Auto wurden mehrere Antriebskomponenten über das zulässige Maß hinaus ausgetauscht.