Fachkräftemangel: Jasmin Orschel wechselte vom Einzelhandel in die Gastronomie

Jasmin Orschel (49) wechselte vom Verkauf in die Gastronomie

„Gastgeberin sein macht mehr Spaß“

In der Gastronomie herrscht Fachkräftemangel und Menschen verlassen die Branche massenhaft. Dies gibt anderen die Chance, seitlich einzusteigen. So wie Blick-Leserin Jasmin Orschel (49). Auch ohne Ausbildung ist er heute in der Hotellerie sehr gefragt.

Gepostet: 07.07.2022 um 13:14 Uhr

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Aktualisiert: vor 13 Minuten

Jasmin Orschel (49) führte 26 Jahre lang einen Spielwarenladen. Bis die Krone kam. Anderthalb Jahre saß sie zu Hause und machte einen Teilzeitjob. «Irgendwann werde ich es leid», sagt er zu «Blick». Durch einen alten Bekannten stieß er in eine ganz neue Branche: die Hotellerie.

Sonderfall. Wie Jasmin Orschel haben in den letzten zwei Jahren besonders viele Menschen die Branche gewechselt. Ungewöhnlich ist jedoch, dass er in die Gastronomie wechselte: Die meisten Menschen gehen den umgekehrten Weg.

Die Hotelkarriere von Jasmin Orschel beginnt im August 2021 mit einem Empfang in Interlaken BE. “Das Hotel war damals brechend voll. Zuerst bin ich geschwommen”, erinnert er sich, “aber es hat mir gefallen. Das war Action!”

Arbeiten bis nach 22 Uhr

Inzwischen hat er das Unternehmen gewechselt, ist der Branche aber treu geblieben. Zurück zum Verkauf? “Nicht im Moment.” Und das, obwohl er seinen gewohnten Arbeitstag für einen Branchenwechsel aufgeben musste. „Mein Arbeitstag endete um 6 Uhr nachmittags. Heute dauert es bis nach 22:00 Uhr. »

Dass sie den Wechsel dennoch nicht missen möchte, hat mit Menschen zu tun. “Gastgeberin zu sein macht mehr Spaß. Es passiert immer etwas.”

Ohne den massiven Fachkräftemangel in Hotellerie und Gastronomie hätte Orschel als Quereinsteiger den Sprung an die Hotelrezeption wohl kaum so leicht geschafft. Obwohl er jetzt hilft, fehlt es im Seehotel Bönigen bei Interlaken BE immer noch an Personal. Vor allem in der Küche. Statt vier arbeiten dort derzeit nur noch zwei Köche. Das Restaurant musste seine Öffnungszeiten einschränken und ist nur am Wochenende geöffnet. „Wenn es viele Töpfe und nicht genug Leute gibt, helfe ich gerne beim Abwasch.“

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