Politik
NEOS fordern zusätzliche Anstrengungen, um eingewanderte Fachkräfte im Land zu halten. 40 Prozent dieser Menschen bleiben nur etwa zwei Jahre, sagt NEOS-Clubpräsidentin Sabine Scheffknecht. Einen Grund für ihre Abwanderung sieht Scheffknecht in fehlenden Kita-Plätzen, die die Landesregierung willkürlich ausbaue.
06.08.2022 27.07.2022
Ab heute, 7.27 Uhr online
Rund 80 Prozent der Vorarlberger Unternehmen bereitet der Fachkräftemangel mit Umsatzeinbußen von mehr als fünf Prozent große Probleme, sagte NEOS-Vereinspräsidentin Sabine Scheffknecht am Dienstag auf einer Konferenz der Presse. Das Problem ist seit Jahren offensichtlich und jetzt wird die Situation immer schlimmer.
Gründe für Knappheit
Daher ist es unbedingt notwendig, zugewanderte Fachkräfte länger im Land zu halten, der Bedarf kann nicht nur mit Vorarlbergern gedeckt werden. Fachkräfte, die von außerhalb kommen, verlassen laut Scheffknecht oft das Land wegen unzureichender Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Wer kein soziales Netzwerk hat, hat es schwer, Kinder aufzunehmen, während er arbeitet.
Die Landesregierung agiert hier planlos, insbesondere was die Personalschulung in diesem Bereich betrifft. Scheffknecht fordert daher eine Personalplanung und -ausbildung für den gesamten Bildungsbereich, insbesondere für den Grundschulbereich. Darüber hinaus fordert NEOS eine Senkung der Lohnnebenkosten und die Abschaffung der kalten Progression. Österreich ist ein Land mit hohen Steuern, Arbeitnehmer müssen mehr als ihr Gehalt haben.
NEOS: Es gibt keine nachhaltige Bleibekultur
NEOS hat einen Antrag auf eine gründliche Analyse des Lebens und Bedarfs von Fachkräften gestellt. Basierend auf dieser Analyse sollte ein Aktionsplan entwickelt werden. Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Wohnkultur für qualifizierte Fachkräfte. Außerdem wurde ein Antrag zu allen Aspekten der Rechtssicherheit für das Home Office für Grenzgänger gestellt.