Gepostet am 21. Juli 2022, 11:01 Uhr
Fachkräftemangel: Zu wenig Personal – Apotheken müssen Zwangsurlaub nehmen
Im Gesundheits- und Pflegebereich fehlt es an qualifiziertem Personal. Als Folge davon und der aktuellen Kronenwelle müssen mehrere Apotheken in der Schweiz im Sommer vorübergehend schliessen.
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Patientenapotheke: In vielen Unternehmen herrscht Personalmangel.
IMAGO / ZUMA-Kabel
Dies bedeutet, dass einige Unternehmen in den Zwangsurlaub gehen müssen.
REUTERS
Dass es im Gesundheitswesen an Fachkräften mangelt, ist nicht neu. Aber jetzt, wo die halbe Schweiz in den Sommerferien ist und viele auch noch mit einer Kroneninfektion zu kämpfen haben, hat das konkrete Folgen, berichtet Watson. Dementsprechend müssen viele Apotheken ihren Betrieb vorübergehend einstellen, weil sie einfach kein Personal haben, weil Mitarbeiter krank oder im Urlaub sind.
Zum Beispiel die Apotheke ApoDoc bei der Hardbrücke in Zürich, die von Mitte Juli bis Anfang August ihre Türen schliesst. Laut Geschäftsführerin Maria Hitziger ist es das erste Mal seit der Eröffnung der Apotheke im Jahr 2015, dass sie Urlaub machen muss. „Es tat mir im Herzen weh, die Apotheke zu schließen“, sagt er. Da aber statt vier oder fünf nur noch zwei Apotheker im Unternehmen arbeiteten und derzeit nur die Hälfte der pharmazeutischen Hilfsstoffe verfügbar war, blieb ihm nichts anderes übrig, als zu schließen.
„Nicht genügend Mitarbeiter verfügbar“
Auch der Apothekenbetreiber Galenica, der mehr als 360 Apotheken unter den Labels Amavita, Sun Store und Coop-Vitality führt, teilt mit, dass einzelne Geschäftsstellen vorübergehend geschlossen wurden. «Für den üblichen Betrieb standen nicht genügend Mitarbeitende zur Verfügung», sagte Watson unter Berufung auf Galenica-Pressesprecherin Tanja Clément. So sollen etwa die Amavita Apotheke in Zollikerberg oder der Sun Store in Biel für einige Tage geschlossen haben.
Dem Bericht zufolge könnte es auch zu dauerhaften Schließungen kommen. In der Schweiz ist nach Angaben des Apothekerverbandes die Zahl der Apotheken pro 100’000 Einwohner in zehn Jahren von 22 auf 21 gestiegen, im europäischen Durchschnitt sind es 32. Denn viele Absolventen eines Pharmaziestudiums zieht es in die Branche Sie müssen sich nicht mit bösen Kunden auseinandersetzen.
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