Faeser warnt vor Angriffen auf Gasterminals und wichtige Infrastrukturen

Deutschland „Wir sind alarmiert“

Faeser warnt vor Angriffen auf Gasterminals und wichtige Infrastrukturen

Stand: 12:33 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Klimaaktivisten blockieren Brücken und Bahngleise

In Hamburg haben tausend Klimaaktivisten Brücken und Bahngleise blockiert. Sie wollen gegen die Nutzung fossiler Brennstoffe protestieren, insbesondere gegen den geplanten Bau von Flüssiggasterminals im Hamburger Hafen.

Im Zuge möglicher Proteste warnt der Bundesinnenminister nun auch vor “Angriffen auf den Energiesektor”. Man sei alarmiert „über den Versuch der Linksextremisten, die Klimaproteste zu instrumentalisieren“, sagte Nancy Faeser (SPD). Aber sie rechnet nicht mit Aufständen.

Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine und der wachsenden Proteste in Deutschland gegen die Energiepolitik der Bundesregierung warnt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor möglichen Anschlägen. „Wir müssen auf mögliche Angriffe auf Gasterminals und andere kritische Infrastrukturen vorbereitet sein“, sagte Faeser der „Bild am Sonntag“.

Bundesinnenminister Faeser (SPD) kündigte an, bei der inneren Sicherheit nicht zu sparen

Quelle: dpa

„Denkbar sind Angriffe auf den Energiesektor oder Versuche von Extremisten, berechtigten Protest zu missbrauchen, wie in der Corona-Krise“, sagte der Innenminister. Aufstände erwartet sie jedoch nicht. „Wir sind alarmiert über den Versuch von Linksextremisten, Klimaproteste zu instrumentalisieren“, sagte Faeser. “Auf der anderen Seite sehen wir natürlich weiterhin die Gefahr von rechts.”

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Faeser kündigte in diesem Zusammenhang an, bei der inneren Sicherheit nicht zu sparen. Vielmehr wird die Bundespolizei in diesem Jahr mit 1.000 neuen Stellen verstärkt.

Cyberangriffe aus Russland wurden erfolgreich verhindert

Die russische Bedrohung stelle auch einen Wendepunkt in der inneren Sicherheit dar, sagte der Minister. „Wir müssen uns gegen die massiven Desinformationskampagnen und Cyberangriffe Russlands schützen.“ Deutsche Sicherheitskräfte sind damit derzeit erfolgreich: Seit Beginn des Ukraine-Krieges gab es keinen einzigen erfolgreichen großen russischen Cyber-Angriff auf deutsche Systeme.

Allen Menschen, die zuvor als sogenannte Local Workers für deutsche Posten in Afghanistan tätig waren, machte der Minister Hoffnung. Jeder soll nach Deutschland reisen können. „Wir werden sie nicht zurücklassen“, versicherte Faeser der „Bild am Sonntag“. Derzeit arbeite er mit Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) an einem neuen Aufnahmeprogramm mit “klaren Kriterien”.

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Jenseits der Flüchtlinge aus der Ukraine

Die Gesamtzahl der bisher aufgenommenen Afghanen, die zuvor als Ortskräfte für deutsche Behörden oder Organisationen tätig waren, und deren Angehörige bezifferte Faeser mit 15.759.

Im Interview nannte er keine genaue Zahl, mit wie vielen weiteren Personen zu rechnen sei. Nach Zahlen der vergangenen Woche hat Deutschland seit dem Abzug der Nato-Truppen die Aufnahme von insgesamt 23.614 einheimischen Arbeitern und ihren Familien zugesagt. Damit wären mehr als 7.800 Afghanen betroffen.

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