Kunst und Kultur erlebt man in der Aula Grafenegg (Bezirk Krems), und genau hier trafen sich die Kulturverantwortlichen der Länder mit Andrea Mayer (Grüne), Staatssekretärin für Kunst und Kultur, um wichtige kulturelle und kulturelle Aspekte zu besprechen politische Probleme. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Punkte. Unter anderem die Unterzeichnung eines Vertrags, der eine gemeinsame Strategie von Bund, Ländern und Kommunen vorsehen soll. Die neun Punkte des Dokuments blieben jedoch vage.
ORF Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Vertragsunterzeichnung in Grafenegg
Instanz von Stakeholdern
Die Landesbehörden einigten sich darauf, künftig “mehr zu einer fairen Bezahlung in Kunst und Kultur beizutragen”, konkrete Zahlen gibt es dazu allerdings nicht. „Wir alle erkennen faire Entlohnung als Problem, als Problem an und sehen uns in der Verantwortung, an einer Lösung mitzuwirken. Das mag banal klingen, ist es aber nicht“, sagte Staatssekretärin Andrea Mayer. „Seit Jahren fördern Akteure im Kultursektor eine Kulturpolitik, um dieses Problem anzugehen. Das zeigt einfach, dass wir uns alle stark für dieses wichtige Thema engagieren, denn es ist entscheidend, dass faire Löhne, Gehälter und Beiträge an unsere geförderten Kultureinrichtungen gezahlt werden“, sagt Mayer.
Aspekte wie Qualität und Professionalität, Orientierung an den Empfehlungen von Stakeholder-Kommissionen, die transparente Gehaltsdarstellung gegenüber Sponsoren und nachvollziehbare Verfahren in der Zeit für Stellenbesetzungen sollen künftig bei der Verteilung von Just Pay-Mitteln berücksichtigt werden. Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Kommunen bei der Zahlung nicht voneinander abhängig sind. Damit wird verhindert, dass Zuschüsse nur gezahlt werden, wenn der Bund oder das Land auch gerechte Zahlungsmittel zahlt.
ORF Beim Treffen in Grafenegg (von links): LH-Stv. Hans Schellhorn (Salzburg), Landesrätin Veronika Kaup-Hasler (Wien), Landesrätin Beate Palfrader (Tirol), Landeshauptmann Thomas Stelzer (Oberösterreich), Staatssekretärin Andrea Mayer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Niederösterreich), Landesoberin Landeshauptmann Christopher Drexler (Steiermark), Landeshauptfrau Barbara Schöbi-Fink (Vorarlberg) und Gemeindebundspräsident Alfred Riedl.
Jährlich ist ein runder Tisch geplant
In Niederösterreich wird bereits bei der Kalkulation und Abrechnung darauf geachtet, dass Künstlerinnen und Künstler eine faire Bezahlung erhalten. Die gemeinsame Strategie will aber gemeinsam mit anderen Bundesländern auf die Bereiche schauen, die noch verbessert werden können. Mayer kündigte im Januar eine Pilotphase für den Bund an, in der 6,5 Millionen Euro ausgeschüttet werden könnten. Der Prozess endet jedoch nicht mit der Unterzeichnung der Fair-Pay-Strategie. Vereinbart wurde eine Fortsetzung der konstruktiven Diskussionen, beispielsweise im Rahmen eines jährlichen Runden Tisches, eines Berichts über die getroffenen Maßnahmen und einer „Verpflichtung zu Monitoring und Evaluierung“.
Neben der Strategie für faire Entlohnung diskutierte das Kulturreferententreffen darüber, dass alle Bundesländer in der Kulturpolitik künftig noch enger zusammenarbeiten und gemeinsame Leitlinien, z.B. bei Orten der Erinnerungskultur, schaffen wollen. . Mauthausen in Oberösterreich und die alte Synagoge St. Pölten wurden als Beispiele genannt. Bisher gibt es keine bundesweit einheitlichen Richtlinien, Bundesländer wollen sich künftig enger vernetzen. Auch für Welterbestätten.
ORF Hans Schellhorn, Veronica Kaup-Hasler, Andrea Mayer, Johanna Mikl-Leitner, Barbara Schöbi-Fink und Christopher Drexler (von links) bei der Pressekonferenz in Grafenegg
Einheitliche Richtlinien für Welterbestätten
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wies darauf hin, dass fünf der zwölf österreichischen Welterbestätten in Niederösterreich liegen, nämlich die Wachau, die Semmeringbahn, der Donaulimes, die Stadt Baden und das Wildgebiet Dürrenstein. Das seien Touristenmagnete, und es sei wichtig, dass es künftig einheitliche Richtlinien gebe, sagt Mikl-Leitner: „Es braucht eine gesetzliche Grundlage, etwa das Denkmalschutzgesetz. Der Außenminister wird sein Möglichstes tun, um sicherzustellen, dass dies legalisiert wird. Natürlich würden uns auch die wirtschaftlichen Ressourcen gut tun“, sagte der Landeshauptmann, der bei der Landesregierung für Kultur zuständig ist.
Ein weiterer Punkt, der diskutiert wurde, war die Digitalisierung. Museen, Archive und Datenbanken müssen vernetzt und digitalisiert werden, aber auch die Kulturförderung muss gefördert werden. Seitens der öffentlichen Hand funktioniere die Förderung von Künstlern bereits gut, es müssten aber konkrete Anreize geschaffen werden, um mehr Geld aus „privaten Händen, privaten Stiftungen, privaten Familien“ für Kunst und Kultur zu bekommen, sagt Mikl. – Leitner. Und internationale Filmproduktionen müssen nach Österreich geholt werden. Kurzum, in Österreich soll das kulturelle Erbe bewahrt und neue zeitgenössische Kultur entstehen können.