Falsche Jury zu Jury Amber Heard wird keinen zweiten Prozess haben
14.07.2022 01:06
Im Verleumdungsprozess zwischen Amber Heard und Johnny Depp eine Jury, die bei der Entscheidung eigentlich nicht hätte mitreden dürfen. Ein Grund, warum Heards Anwälte das Urteil anfechten werden. Doch der Richter weist sie ab.
US-Schauspielerin Amber Heard ist nach der Verleumdungsklage gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp mit dem Versuch gescheitert, das Urteil aufzuheben. Richterin Penney Azcarate lehnte trotz Verwirrung in einer der sieben Jurys einen Antrag auf ein neues Verfahren von Heards Anwälten ab.
Beim Prozess in Fairfax, Virginia, saß laut Heards Anwälten ein Mann in der Jury, obwohl sein Vater eigentlich vorgeladen worden war, um in der Jury zu dienen. Beide haben den gleichen Namen und wohnen an der gleichen Adresse.
Richter Azcarate sagte jedoch, die Verwirrung habe Heard nicht benachteiligt. “Es gibt keine Beweise für Betrug oder Verbrechen.” Die beiden Konfliktparteien hätten die Jury akzeptiert. Azcarate sagte, alle Geschworenen hätten seinen Eid und die Anweisungen des Gerichts eingehalten.
Beim international beachteten Zivilprozess in Fairfax nahe der US-Hauptstadt Washington schlossen sich die Geschworenen Anfang Juni weitgehend der Seite von Depp an: Heard wurde zu mehr als 10 Millionen Dollar Schadensersatz an den Star der „Fluch der Karibik“-Filme verurteilt . . Im Gegenzug wurde Depp dazu verurteilt, der aus Filmen wie „Aquaman“ und „The Danish Girl“ bekannten Schauspielerin Schadensersatz in Höhe von nur 2 Millionen Dollar zu zahlen.
Depp verklagte Heard, den er zwischen 2015 und 2017 heiratete, auf 50 Millionen Dollar Schadensersatz. Grund war ein Heard-Beitrag für die „Washington Post“ von 2018, in dem sich die Schauspielerin als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete. Die 36-Jährige nannte ihren Ex-Mann nicht; Depp argumentierte jedoch, dass sich der Vorwurf eindeutig gegen ihn richte und seiner Karriere ernsthaft geschadet habe. Heard reagierte mit einer Widerklage gegen den 59-Jährigen.